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Wie planen Sie Ihr erstes monatliches Budget in der Schweiz?

Für Ihr erstes Budget in der Schweiz sollten Sie Nettoeinkommen, Wohnen, Versicherungen, Steuern und Anfangsausgaben je nach Kanton getrennt planen.

Herausgeber: svajc.com Wissensdatenbank11 Min. LesezeitZuletzt geprüft: 20.7.2026
Redaktionell geprüft
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Inhaltsverzeichnis
  1. Warum reicht eine einzige Zahl zu den „Lebenshaltungskosten in der Schweiz“ nicht aus?
  2. Mit welchem Einkommen sollten Sie im ersten Monat in der Schweiz rechnen?
  3. Welche Ausgabenkategorien sollten in den Monatsplan aufgenommen werden?
  4. Wohnen und wohnungsbezogene Rechnungen
  5. Krankenversicherung und Selbstbehalt im Gesundheitswesen
  6. Steuern und Abzüge
  7. Lebensmittel, Haushalt und täglicher Konsum
  8. Verkehr, Telefon und digitale Dienstleistungen
  9. Wie sollten einmalige Ausgaben im ersten Monat behandelt werden?
  10. In welcher Reihenfolge sollte das Budget erstellt werden?
  11. Wie erstellen Sie eine brauchbare Orientierungstabelle für 2026?
  12. Welche Fehler gefährden den Plan für den ersten Monat am häufigsten?
  13. Quellen
  14. Verwandte Artikel

Warum reicht eine einzige Zahl zu den „Lebenshaltungskosten in der Schweiz“ nicht aus?

In der Schweiz werden die monatlichen Ausgaben durch mehrere voneinander unabhängige Faktoren bestimmt. Wohnungsmiete, Krankenversicherungsprämien, die Art der Besteuerung, der öffentliche Nahverkehr und die Abrechnung von Nebenkosten funktionieren nicht in jedem Kanton und jeder Gemeinde gleich.

Landesweite Durchschnittswerte aus dem Internet können daher höchstens als Orientierung dienen. Die Kostenstruktur einer alleinstehenden Person in Zürich, Genf, Basel, Bern oder einer kleineren Gemeinde kann sich auch bei ähnlichem Bruttolohn unterscheiden.

Der Finanzplan für den ersten Monat entspricht zudem nicht dem späteren, eingespielten Monatsbudget. Beim Einzug können einmalige oder zeitlich begrenzte Kosten anfallen, die im zweiten oder dritten Monat nicht mehr in derselben Form wiederkehren.

Ein sicherer Ansatz besteht daher aus drei getrennten Plänen:

  1. Zahlungsplan für den ersten Monat: Er zeigt, welche Rechnungen und Ausgaben nach der Ankunft tatsächlich zu begleichen sind.

  2. Reguläres monatliches Budget: Es ordnet die regelmässig wiederkehrenden Kosten für Wohnen, Versicherungen, Steuern und Lebensunterhalt nach Kategorien.

  3. Reserveplan: Er untersucht, was passiert, wenn Lohn, Versicherungsrechnung, Kaution oder andere Belastungen nicht zum ursprünglich erwarteten Zeitpunkt eintreffen.

Es ist nicht ratsam, diese drei Pläne zusammenzufassen. So erscheint der erste Monat nicht künstlich als „teurer Ausnahmemonat“, und die späteren regelmässigen Ausgaben bleiben nicht verborgen.

Mit welchem Einkommen sollten Sie im ersten Monat in der Schweiz rechnen?

Ausgangspunkt des Monatsbudgets ist der tatsächlich verfügbare Betrag, nicht der im Arbeitsvertrag angegebene Bruttolohn. Vom Bruttolohn können Abzüge erfolgen, und der ausbezahlte Betrag kann von dem abweichen, was ein einfacher Online-Lohnrechner im Voraus anzeigt.

Zu den mit dem Arbeitsverhältnis verbundenen Abzügen können Sozialversicherungs- und Vorsorgebeiträge gehören. Die erste Säule der Schweiz, die AHV/AVS bezeichnet das System der Alters- und Hinterlassenenversicherung; die zweite Säule ist die berufliche Vorsorge, auf Deutsch berufliche Vorsorge / BVG.

Bei einigen ausländischen Arbeitnehmern kann der Arbeitgeber Quellensteuer abziehen. Die deutsche Bezeichnung der Quellensteuer lautet Quellensteuer, auf Französisch impôt à la source. Dies bedeutet nicht in jedem Fall, dass die betroffene Person später eine Steuererklärung einreichen oder eine Veranlagung bei der Steuerbehörde beantragen muss.

Im monatlichen Einnahmenplan sollten Sie Folgendes separat aufführen:

Einnahmenposten

Was sollte eingetragen werden?

Warum ist dies besonders wichtig?

Vertraglich vereinbarter Bruttolohn

Der im Arbeitsvertrag aufgeführte monatliche Bruttobetrag

Dies ist der Ausgangspunkt, aber kein Betrag, der ausgegeben werden kann.

Erste voraussichtliche Nettoauszahlung

Auf Grundlage der schriftlichen Auskunft des Arbeitgebers oder der Lohnbuchhaltung

Davon hängt ab, ob die monatlichen Ausgaben gedeckt sind.

Zahltag

Der im Vertrag oder in den Informationen des Arbeitgebers angegebene Termin

Die Kosten für den Einzug können häufig früher fällig werden.

Weitere nachgewiesene Einnahmen

Nur Beträge, die sicher verfügbar sind

Unsichere, noch nicht bewilligte oder noch nicht ausbezahlte Gelder sollten nicht als Einkommen betrachtet werden.

Finanzielle Verpflichtungen in Ungarn

Ungarischer Kredit, Unterhalt, Unterstützung für die Familie oder andere regelmässige Überweisungen

Auch diese belasten das Schweizer Budget tatsächlich.

Aufgrund der mit der Europäischen Union verbundenen Rechtsstellung unterliegt ein ungarischer Staatsangehöriger in der Schweiz häufig einem anderen Regelwerk als ein Arbeitnehmer aus einem Drittstaat. Die konkrete Aufenthaltsbewilligung, das Arbeitsverhältnis und die steuerliche Situation sind jedoch in jedem Fall ausschlaggebend.

Bei den Bezeichnungen der Aufenthaltsbewilligungen kommt häufig B-Bewilligung (Ausländerausweis B) und die L-Bewilligung (Ausländerausweis L). Diese dürfen nicht automatisch gleichgesetzt werden, da sich die rechtlichen Rahmenbedingungen für Arbeitsverhältnis und Aufenthalt unterscheiden können.

Welche Ausgabenkategorien sollten in den Monatsplan aufgenommen werden?

Ein gutes Budget ist nicht deshalb detailliert, weil es viele kleine Positionen enthält, sondern weil regelmässige, obligatorische und periodische Ausgaben nicht miteinander vermischt werden. Gerade im ersten Monat des Lebens in der Schweiz wird häufig der Fehler gemacht, nur die Miete und Lebensmittel aufzulisten.

Die Kosten sollten mindestens in den folgenden Gruppen erfasst werden.

Wohnen und wohnungsbezogene Rechnungen

In die Kategorie Wohnen sollte nicht nur der in der Anzeige genannte Mietzins aufgenommen werden. Dem Mietvertrag muss separat entnommen werden, was in der monatlichen Grundmiete enthalten ist und welche Positionen gesondert abgerechnet werden.

In deutschsprachigen Verträgen erscheint der Mietzins in der Regel als Mietzins oder Nettomiete bezeichnet. Die Nebenkosten werden häufig als Nebenkosten, in der französischsprachigen Schweiz hingegen charges. Die genaue Bedeutung dieser Begriffe kann je nach Vertrag unterschiedlich sein; im Budget sollten daher nur die im eigenen Vertrag festgehaltenen Beträge berücksichtigt werden.

Für die Wohnkosten empfiehlt es sich, separate Positionen für Folgendes vorzusehen:

  • monatlicher Mietzins;

  • vertraglich vereinbarte Nebenkosten oder Akontozahlungen;

  • Strom, sofern dieser nicht über die Abrechnung gemäss Mietvertrag enthalten ist;

  • Internet- und Mobilfunkabonnement;

  • Hausrat- und Privathaftpflichtversicherung sowie weitere Versicherungen, die vom Vermieter verlangt werden oder aufgrund eigener Entscheidung notwendig sind;

  • gegebenenfalls Kosten für Parkplatz, Abstellraum oder Waschküche;

  • Ausgaben im Zusammenhang mit dem Umzug, der Möblierung und der grundlegenden Haushaltsausstattung.

Die Mietkaution sollte nicht als regelmässige monatliche Wohnkosten verstanden werden. Sie ist ein gesondert zu planender Posten, der die Liquidität in der Anfangsphase betrifft. Dasselbe gilt für Makler-, Umzugs- oder Ersteinrichtungskosten, sofern diese anfallen.

Krankenversicherung und Selbstbehalt im Gesundheitswesen

Die obligatorische Krankenversicherung ist in der Schweiz eine eigene Kategorie im monatlichen Budget. Der grundlegende Begriff des Systems ist die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP); die Abkürzung der gesetzlichen Regelung lautet KVG, auf Französisch LAMal.

Die monatliche Prämie, das gewählte Modell, der Selbstbehalt und der Wohnort können die Finanzplanung eines Haushalts gleichermassen beeinflussen. Daher wäre es nicht verantwortungsvoll, einen landesweit gültigen monatlichen Versicherungsbetrag für 2026 anzugeben, der für alle gilt.

Im Budget sind drei separate Positionen sinnvoll:

  1. Monatliche Versicherungsprämie: ausschließlich auf Grundlage eines schriftlichen Angebots oder einer Police des gewählten Versicherers.

  2. Gesundheitsreserve: ein Betrag, der nicht für den laufenden Konsum, sondern für selbst zu tragende gesundheitsbezogene Kosten zurückgelegt wird.

  3. Zusatzversicherung: nur dann aufführen, wenn bereits ein tatsächlicher Vertrag oder ein Prämienangebot vorliegt.

Die Situation bezüglich der Sozialversicherung in Ungarn muss auch beim Abschluss einer Schweizer Versicherung geregelt werden. Das ungarische Sozialversicherungsverhältnis, der Wohnsitz in Ungarn, eine grenznahe Erwerbstätigkeit, die Situation von Familienangehörigen sowie mögliche Fragen einer parallelen Versicherung können ein individuelles Verfahren erfordern. Für die Budgetplanung empfiehlt es sich zu dokumentieren, in welchem Land welches Krankenversicherungsverhältnis besteht oder endet.

Steuern und Abzüge

Die monatliche Steuerbelastung sollte nicht allein als Prozentsatz des Bruttolohns geschätzt werden. Sie kann vom Kanton, von der Gemeinde, der familiären Situation, der Religionszugehörigkeit, dem Wohnort, dem Erwerbseinkommen sowie dem rechtlichen und steuerlichen Status der arbeitnehmenden Person abhängen.

Personen, die der Quellensteuer unterliegen, sollten den auf der monatlichen Lohnabrechnung tatsächlich ausgewiesenen Abzug ins Budget aufnehmen. Die Quellensteuertarife und Abrechnungsregeln können kantonal unterschiedlich sein. Die Steuerbehörde in Fribourg veröffentlicht beispielsweise separate Informationen zu Quellensteuertarifen und deren Berechnung; dies ersetzt jedoch nicht die Prüfung der Vorschriften anderer Kantone.

Für die Budgetplanung wird folgende Logik empfohlen:

Steuerliche Situation

Im Monatsplan zu berücksichtigende Position

Der Arbeitgeber zieht Quellensteuer ab

Der tatsächlich auf der Lohnabrechnung ausgewiesene Abzug.

Der Arbeitgeber zieht keine Quellensteuer ab

Separat zurückgestellte Steuerreserve, deren Höhe anhand der kantonalen Vorgaben und der eigenen Steuersituation festzulegen ist.

Auch Einkommen oder Vermögen in Ungarn sind betroffen

Die Schweizer und ungarischen Steuerpflichten müssen gemeinsam geprüft werden.

Ein Familienangehöriger oder Ehepartner lebt in einem anderen Land

Die familiäre und steuerliche Situation sollte nicht nach einem einfachen Muster für alleinstehende Arbeitnehmende behandelt werden.

Eine allgemeine Budgetplanung bietet keine verlässliche Antwort auf Fragen der Doppelbesteuerung zwischen Ungarn und der Schweiz. Im Monatsplan müssen jedoch alle ungarischen Steuer-, Kredit- oder Unterstützungsverpflichtungen berücksichtigt werden, die tatsächlich zu Geldabflüssen führen.

Lebensmittel, Haushalt und täglicher Konsum

Das Budget für Lebensmittel und Haushaltsartikel sollte anhand des eigenen Lebensstils festgelegt werden. Regelmässige Restaurantbesuche, Verpflegung am Arbeitsplatz, eine spezielle Ernährung, Tabakwaren, Alkohol, Haustiere, Kinder oder häufige Reisen nach Ungarn können diesen Posten erheblich verändern.

Im ersten Monat der Planung empfiehlt es sich, nicht ausschliesslich mit einem geschätzten Monatsbetrag zu arbeiten. Sinnvoller ist es, Einkäufe im Laden, Verpflegung am Arbeitsplatz und Haushaltsanschaffungen über einige Wochen hinweg einzeln zu erfassen.

Ein bei ungarischen Familien häufig übersehener Posten sind nach Ungarn gesendete Pakete, Geschenke, finanzielle Unterstützung oder regelmässige Heimreisen. Dabei handelt es sich nicht um schweizerische «Lebenshaltungskosten», sie belasten jedoch das schweizerische Nettoeinkommen und dürfen daher im Monatsplan nicht fehlen.

Verkehr, Telefon und digitale Dienstleistungen

Bei den Verkehrskosten sollten der tägliche Arbeitsweg, gelegentliche Reisen innerhalb der Schweiz, der Unterhalt eines Fahrzeugs und die Kosten für Reisen nach Ungarn getrennt ausgewiesen werden. Die Preise für lokale und regionale Abonnemente können je nach Strecke, Zonen und Anbieter variieren.

Bei Telefon- und Internetkosten können neben der vertraglichen Monatsgebühr auch Kosten für die Aufschaltung, Geräte oder die internationale Nutzung anfallen. Die Beibehaltung einer ungarischen Telefonnummer, die Nutzung von zwei SIM-Karten oder Datenverkehr in Ungarn können ebenfalls eigene Kostenposten darstellen.

Die Kategorie Verkehr und Kommunikation ist übersichtlich, wenn zumindest die folgenden Punkte separat ausgewiesen werden:

  • Arbeitsweg;

  • Privatreisen innerhalb der Schweiz;

  • fahrzeugbezogene Kosten, falls ein Fahrzeug vorhanden ist;

  • Mobiltelefon;

  • Internet zu Hause;

  • Reisen und Kommunikation mit Bezug zu Ungarn.

Wie sollten einmalige Ausgaben im ersten Monat behandelt werden?

Im ersten Monat in der Schweiz geht es häufig nicht um den üblichen monatlichen Konsum, sondern um die Finanzierung der Startkosten. Ein fehlerhaft geplanter erster Monat ist oft nicht auf zu hohe tägliche Ausgaben zurückzuführen, sondern darauf, dass einmalige Posten kein eigenes Budget erhalten haben.

Im Startbudget sollten folgende Posten getrennt vorgesehen werden:

  • Vorauszahlungen im Zusammenhang mit der Miete;

  • Kaution oder eine Bürgschaftslösung;

  • Umzug und Gepäcktransport;

  • vorübergehende Unterkunft, falls die Wohnung nicht sofort bezogen werden kann;

  • grundlegende Möbel, Bettwäsche, Küchen- und Hygieneausstattung;

  • allfällige Gebühren im Zusammenhang mit der lokalen Anmeldung, Dokumenten oder administrativen Vorgängen;

  • Transport- und Verpflegungskosten vor Stellenantritt;

  • erste Versicherungs- oder Abonnementrechnungen.

Es ist nicht sinnvoll, diese Posten in den Kategorien „Unterhaltung“ oder „Verschiedenes“ zu verstecken. Ein transparenter Plan enthält einen eigenen Abschnitt für „Einzugs- und Anfangskosten“.

Für die finanzielle Sicherheit ist zudem wichtig, dass Fälligkeit und Zahlungstag nicht unbedingt zusammenfallen. Ein solider Plan für den ersten Monat enthält immer auch eine zeitliche Übersicht: Welche Rechnung wann bezahlt werden muss und wann der Lohn eingeht.

In welcher Reihenfolge sollte das Budget erstellt werden?

Ziel eines Budgets ist nicht, alle Ausgaben im Voraus perfekt vorherzusagen. Es soll vielmehr die bekannten Verpflichtungen sichtbar machen und unsicheren Posten keine falsche Genauigkeit verleihen.

Der folgende siebenstufige Prozess kann vor und während des ersten Monats in der Schweiz angewendet werden.

  1. Sammeln Sie die schriftlichen Unterlagen. Arbeitsvertrag, Mietvertrag, Versicherungsangebote, Abonnementverträge und Unterlagen zum Bankkonto sollten an einem Ort aufbewahrt werden.

  1. Trennen Sie Brutto- und Nettoeinkommen. Die monatlichen Ausgaben sollten ausschliesslich dem erwarteten Nettobetrag gegenübergestellt werden.

  1. Notieren Sie die fixen monatlichen Kosten. Dazu gehören alle Posten, die aufgrund eines Vertrags, einer behördlichen Verpflichtung oder einer regelmässigen Rechnung bekannt sind.

  1. Trennen Sie die variablen Ausgaben. Für Lebensmittel, Transport, Freizeit, Kleidung und Haushaltsanschaffungen empfiehlt es sich, zunächst einen vorsichtigen, überprüfbaren Rahmen zu verwenden.

  1. Erstellen Sie ein separates Startbudget. Kaution, Umzug, Erstausstattung und vorübergehende Unterkunft sollten das reguläre Monatsbudget nicht unbemerkt belasten.

  1. Halten Sie die Zahlungstermine fest. Die Daten sind oft wichtiger als der monatliche Gesamtbetrag, insbesondere bevor der erste Lohn eingeht.

  1. Überprüfen Sie den Plan nach dem ersten vollständigen Monat. Der eigene Kontoauszug und die tatsächlichen Rechnungen sind verlässlicher als jede allgemeine Schätzung aus dem Internet.

Wie erstellen Sie eine brauchbare Orientierungstabelle für 2026?

In der Tabelle für 2026 sollten nicht landesweit geltende Pauschalbeträge, sondern dokumentierte individuelle Beträge aufgeführt werden. „Orientierend“ bedeutet hier, dass der Plan auf Verträgen, Angeboten und offiziellen kantonalen Informationen beruht, die zum Zeitpunkt des Umzugs verfügbar sind.

Kategorie

Monatlicher Betrag

Quelle des Betrags

Fix oder variabel?

Kann der Betrag im ersten Monat abweichen?

Nettolohn

eigene Angabe

Informationen des Arbeitgebers oder Lohnabrechnung

Einnahmen

ja

Miete

eigene Angabe

Mietvertrag

fix

ja

Nebenkosten für die Unterkunft

eigene Angabe

Mietvertrag oder Vertrag mit dem Dienstleister

teilweise fix

ja

Krankenversicherung

eigene Angabe

Versicherungsangebot oder Police

fix

ja

Steuern oder Quellensteuer

eigene Angabe

Lohnabrechnung oder kantonale Informationen

variabel

ja

Verkehr

eigene Angabe

Tarifübersicht des lokalen Anbieters

variabel oder fix

ja

Lebensmittel und Haushalt

eigene Angabe

eigenes Einkaufsprotokoll

variabel

ja

Telefon und Internet

eigene Angabe

Vertrag

fix

ja

Verpflichtungen in Ungarn

eigene Angabe

eigener Vertrag oder Überweisungsplan

fix oder variabel

ja

Reserve

eigene Entscheidung

Finanzplan

separat

ja

Die in der Tabelle aufgeführte „eigene Angabe“ ist kein Mangel. Eine grundlegende Besonderheit des Schweizer Budgets besteht darin, dass die tatsächlichen Ausgaben stark von persönlichen Verträgen und dem Wohnort beeinflusst werden.

Welche Fehler gefährden den Plan für den ersten Monat am häufigsten?

Der häufigste Fehler besteht darin, vom Bruttolohn auszugehen. Wenn die Kosten am Bruttolohn ausgerichtet sind, der tatsächlich auf dem Konto eingehende Nettobetrag jedoch niedriger ist, kann das Budget bereits zu Beginn ein Defizit aufweisen.

Der zweite Fehler besteht darin, einmalige Ausgaben zwischen den monatlichen Konsumausgaben zu verstecken. Die Kaution, der Umzug oder die Grundausstattung sind keine aussergewöhnlichen „Kleinigkeiten“, sondern Teil der finanziellen Seite des Umzugs.

Der dritte Fehler besteht darin, landesweite Durchschnittswerte zu übernehmen, ohne den Kanton und die Gemeinde anzugeben. Quellensteuer, Wohnen, Versicherung und Verkehr können je nach Wohnort unterschiedlich ausfallen.

Der vierte Fehler besteht darin, Verpflichtungen in Ungarn ausser Acht zu lassen. Ein ungarisches Bankkonto, ein Kredit, Unterstützung für Familienangehörige, Reisen oder Versicherungsangelegenheiten gehören auch dann zum Zahlungsverkehr des Haushalts, wenn das Gehalt in Schweizer Franken eingeht.

Der fünfte Fehler liegt vor, wenn das Budget keine Fristen enthält. Die zeitliche Differenz zwischen Rechnungsfälligkeit, Kaution, Versicherungsprämie und erstem Lohn kann zu Liquiditätsproblemen führen, selbst wenn die gesamte Monatsbilanz auf dem Papier positiv ist.

Quellen

Verwandte Artikel

Kurz gesagt

Das erste monatliche Budget in der Schweiz sollte nicht auf nationalen Durchschnittswerten, sondern auf dem eigenen Nettoeinkommen, den eigenen Verträgen und den tatsächlichen, vom Wohnort abhängigen Gebühren basieren. Einmalige Kosten des ersten Monats, reguläre monatliche Ausgaben und zeitliche Risiken sollten getrennt behandelt werden.

Wichtige Punkte

  • Verwenden Sie als Grundlage für Ihr Budget die vom Arbeitgeber oder der Lohnbuchhaltung mitgeteilte voraussichtliche Nettoauszahlung, nicht den Bruttolohn.
  • Erstellen Sie einen separaten Liquiditätsplan für den ersten Monat, ein reguläres Monatsbudget und einen Reserveplan.
  • Erfassen Sie Miete, Nebenkosten, Strom, Internet und weitere wohnungsbezogene Gebühren anhand Ihrer eigenen Verträge.
  • Führen Sie die Mietkaution, den Umzug, eine Übergangsunterkunft und die Grundausstattung in einem separaten Abschnitt «Einzugs- und Anfangskosten».
  • Führen Sie die Prämie der Krankenversicherung und die Gesundheitsreserve getrennt auf, basierend auf dem tatsächlichen Angebot oder der Police des Versicherers.
  • Halten Sie Zahlungsfristen und den voraussichtlichen Zeitpunkt des ersten Lohns fest und passen Sie den Plan nach dem ersten vollständigen Monat anhand der tatsächlichen Rechnungen an.

Häufige Fragen

Worauf sollte die Planung des ersten monatlichen Budgets in der Schweiz basieren?

Grundlage der Planung ist das tatsächlich verfügbare Nettoeinkommen, nicht der im Arbeitsvertrag genannte Bruttolohn. Die Ausgaben sollten anhand des eigenen Mietvertrags, des Versicherungsangebots, der Lohnabrechnung, der Abonnementverträge und offizieller Informationen zum Wohnort erfasst werden.

Warum kann kein einziger schweizweiter Durchschnitt für die Lebenshaltungskosten verwendet werden?

Miete, Besteuerung, Krankenversicherung, Verkehr und die Abrechnung von Versorgungsleistungen können sich je nach Kanton und Gemeinde unterscheiden. Ein landesweiter Durchschnitt dient daher höchstens zur Orientierung; für ein brauchbares Budget sind die eigenen Daten erforderlich.

Welche Ausgaben müssen im ersten Monat separat geplant werden?

Die Mietkaution, der Umzug, eine allfällige Übergangsunterkunft, die Erstausstattung, der Gepäcktransport, Administrationsgebühren sowie die ersten Versicherungs- und Abonnementsrechnungen. Diese gehören nicht zum regulären monatlichen Verbrauch und sollten deshalb in einem separaten Anfangsbudget aufgeführt werden.

Wie sollte die Krankenversicherung im monatlichen Plan berücksichtigt werden?

Die monatliche Versicherungsprämie sollte anhand des schriftlichen Angebots oder der Police des gewählten Versicherers eingetragen werden. Es empfiehlt sich, eine separate Position für den Selbstbehalt im Gesundheitsbereich vorzusehen und eine Zusatzversicherung nur auf Grundlage eines tatsächlichen Vertrags oder Prämienangebots aufzuführen.

Wie sind Steuern und Quellensteuer im Budget zu berücksichtigen?

Wenn der Arbeitgeber Quellensteuer abzieht, ist der auf der Lohnabrechnung ausgewiesene tatsächliche Abzug zu berücksichtigen. Ohne Quellensteuerabzug empfiehlt es sich, anhand der kantonalen Vorgaben und der individuellen Steuersituation eine separate Steuerreserve zu bilden.

Müssen auch Ausgaben in Ungarn berücksichtigt werden?

Ja, alle regelmässigen Geldabflüsse nach Ungarn sollten in den Plan aufgenommen werden, beispielsweise Kredite, Unterhalt, Unterstützung für Familienangehörige, Versicherungen, Heimreisen oder finanzielle Hilfe. Sie belasten das Haushaltsbudget auch dann, wenn das Einkommen aus der Schweiz stammt.

Wie häufig sollte das erste Budget überprüft werden?

Nach dem ersten vollständigen Monat empfiehlt es sich, den Plan mit den Kontoauszügen und den tatsächlichen Rechnungen abzugleichen. Die eigenen Ausgabendaten sind zuverlässiger als allgemeine Schätzungen aus dem Internet; die Budgets für variable Positionen sollten deshalb entsprechend angepasst werden.

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