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Herbstliche politische Themen in der Schweiz: Was könnte Ausländer betreffen?

A 2026-os őszi svájci politikai viták között szerepel a bevándorlási adó, a külföldi kiszervezések korlátozása, a svájci egyetemeken végzett harmadik országbeli hallgatók munkavállalása és a semlegességi kezdeményezés. Ezek többsége még nem hatályos szabály. A magyar állampolgárokra az EU–Svájc személyek szabad mozgásáról szóló megállapodása vonatkozik, ezért a harmadik országbeliekre szabott javaslatok általában nem érintik őket közvetlenül.

Autor: Redaktion6 Min. Lesezeit
Von der svajc.com-Redaktion geprüft
Svájci parlamenti dokumentumok és szavazólapok külföldi diplomásokkal az őszi politikai vitákhoz
A kép a svájci őszi politikai napirend külföldieket érintő témáit mutatja semleges parlamenti dokumentumokkal, szavazólapokkal és külföldi diplomásokkal. A háttérben finoman felismerhető a berni Szövetségi Palota.

Was steht auf der politischen Agenda im Herbst 2026?

In der Herbstsession des Schweizer Parlaments stehen gleichzeitig mehrere migrations- und arbeitsmarktbezogene Themen zur Debatte. Bei einigen geht es um Gesetzesänderungen, bei anderen um Vorlagen, die auf eine Volksabstimmung zielen.

Für ungarische Leserinnen und Leser ist die Ausgangslage wichtig: Als ungarische Staatsangehörige unterstehen Sie dem Abkommen über die Personenfreizügigkeit (FZA, Freizügigkeitsabkommen). Das bedeutet, dass viele Vorschläge, die ausdrücklich Staatsangehörige aus Drittstaaten (ausserhalb der EU/EFTA) betreffen, Sie nicht unmittelbar betreffen.

Deshalb lohnt es sich bei jedem Thema zu prüfen, ob es für EU-Staatsangehörige oder für Drittstaatsangehörige gilt. Das Schweizer Recht unterscheidet zwischen diesen beiden Gruppen deutlich.

Wird es für Ausländerinnen und Ausländer mit Schweizer Hochschulabschluss einfacher, eine Stelle zu finden?

Der konkreteste Vorschlag der Herbstsession, der Ausländerinnen und Ausländer betrifft, befasst sich genau damit. Das Parlament berät eine Gesetzesänderung, die es Studierenden aus Drittstaaten (ausserhalb der EU/EFTA), die an Schweizer Hochschulen abgeschlossen haben, erleichtern würde, in der Schweiz zu bleiben und eine Stelle zu finden.

Die Überlegung dahinter ist folgende: Die Schweiz bildet aus öffentlichen Mitteln ausländische Studierende zu hoch qualifizierten Hochschulabsolventinnen und -absolventen aus, doch aufgrund der strengen Arbeitsbewilligungsregeln müssen viele von ihnen das Land nach dem Abschluss verlassen. Der Vorschlag würde diese Situation nach dem Motto «ausbilden und dann wegschicken» entschärfen.

Aus ungarischer Sicht ist dieser Punkt differenziert zu betrachten. Wer als ungarische Staatsangehörige oder ungarischer Staatsangehöriger an einer Schweizer Hochschule abschliesst, hat als EU-Bürgerin oder EU-Bürger beim Zugang zum Arbeitsmarkt ohnehin eine bessere Ausgangslage als Absolventinnen und Absolventen aus Drittstaaten. Der Vorschlag würde in erster Linie die Situation von Studierenden aus Nicht-EU-Staaten verbessern.

Indirekte Auswirkungen sind jedoch möglich: Wenn mehr Hochschulabsolventinnen und -absolventen in der Schweiz auf dem Arbeitsmarkt bleiben, könnte dies den Wettbewerb in bestimmten Berufen beleben. Der endgültige Inhalt des Gesetzestextes kann sich bis zum Abschluss der Session noch ändern.

Welche neue Abgabe könnte ausländische Arbeitskräfte treffen, die in die Schweiz kommen?

Auf der Herbstagenda steht auch die Frage einer Zuwanderungsabgabe, auch Lenkungsabgabe genannt. Dabei geht es um die Idee einer steuernden Abgabe, mit der das Ausmass der Zuwanderung beeinflusst werden soll.

Dieses Thema sollte nüchtern eingeordnet werden: Derzeit handelt es sich um einen Diskussionsgegenstand und nicht um geltendes Recht. Ein konkreter Betrag, ein Inkrafttretensdatum oder der genaue Kreis der Betroffenen lässt sich anhand der öffentlich bestätigten Informationen noch nicht bestimmen.

Bei solchen Vorschlägen ist stets entscheidend, ob sie auch für EU-Staatsangehörige gelten würden oder nur für Drittstaatsangehörige. Das FZA schränkt ein, welche zusätzlichen Belastungen die Schweiz EU-Bürgerinnen und -Bürgern auferlegen darf. Ob Ungarinnen und Ungarn betroffen wären, lässt sich daher erst anhand des endgültigen Textes beurteilen.

Solange die parlamentarische Beratung nicht abgeschlossen ist, sollten aus der Zuwanderungsabgabe keine voreiligen Schlüsse gezogen werden. Die konkreten Einzelheiten werden im weiteren Gesetzgebungsprozess klarer.

Wie sollen Schweizer Arbeitsplätze vor einer Verlagerung ins Ausland geschützt werden?

Ein praktischer Ausgangspunkt der Herbstdebatte ist die Auslagerung von Arbeitsplätzen (Offshoring von Arbeitsplätzen). Hintergrund ist, dass mehrere Unternehmen mit staatlicher Beteiligung bestimmte Aufgaben ins Ausland verlagert haben.

Als konkretes Beispiel hat PostFinance Aufgaben im IT-Support und im operativen Bereich nach Spanien und Portugal ausgelagert. Mehrere Parlamentarierinnen und Parlamentarier wollen dies verhindern und verweisen darauf, dass Arbeitsplätze geschützt werden sollten, die mit dem Geld der Schweizer Steuerzahlerinnen und Steuerzahler finanziert werden.

Dieses Thema ist für in der Schweiz lebende Ungarinnen und Ungarn interessant, weil grosse Unternehmen im Staatsbesitz oder mit staatlicher Beteiligung – etwa PostFinance, Swisscom oder SBB – wichtige Arbeitgeber sind. Eine Einschränkung der Auslagerung könnte theoretisch mehr Arbeitsplätze im Inland erhalten.

Die konkrete gesetzgeberische Form und ihre Auswirkungen sind derzeit noch offen. Bislang handelt es sich um eine politische Absicht und nicht um eine abgeschlossene Regelung.

Worüber stimmen die Schweizerinnen und Schweizer am 27. September 2026 ab?

In der Schweiz gibt es eine direkte Demokratie im System finden jedes Jahr mehrmals eidgenössische Volksabstimmungen statt. Für den 27. September 2026 ist ebenfalls ein Abstimmungstermin angesetzt.

In dieser Übersicht liegen keine öffentlich bestätigten, eindeutigen Informationen zu den genauen Abstimmungsvorlagen und ihren Einzelheiten vor. Daher können die konkreten Fragen nicht verantwortungsvoll benannt werden. Das offizielle Abstimmungsbüchlein erhält jeder Haushalt vor der Abstimmung.

Wer als ungarische Staatsangehörige oder ungarischer Staatsangehöriger in der Schweiz lebt, darf an eidgenössischen Volksabstimmungen nicht teilnehmen, da dies an die Schweizer Staatsbürgerschaft geknüpft ist. In einigen Kantonen und Gemeinden können ausländische Einwohnerinnen und Einwohner auf lokaler Ebene jedoch ein eingeschränktes Stimmrecht erhalten – dies ist je nach Kanton unterschiedlich.

Die Ergebnisse von Volksabstimmungen betreffen Ausländerinnen und Ausländer auch dann, wenn sie selbst nicht abstimmen dürfen, denn die verabschiedeten Regelungen gelten auch für sie.

Neutralität: Warum ist sie ein eigenständiges politisches Thema?

Die Schweizer Neutralität ist ein eigenständiges und wiederkehrendes politisches Thema, das auch im Herbst 2026 Teil der Debatten sein wird. Auf der politischen Agenda steht die Neutralitätsinitiative (Neutralitätsinitiative), die eine verfassungsrechtliche Verankerung des Neutralitätsbegriffs zum Ziel hat.

Dieses Thema steht in engem Zusammenhang mit Fragen wie der Regelung von Kriegsmaterial (Kriegsmaterialgesetz) und dem aussenpolitischen Handlungsspielraum der Schweiz. Die Debatte betrifft auch die internationalen Beziehungen sowie die Rolle der Schweiz gegenüber der EU und in der Welt.

Für die ungarische Gemeinschaft ist dies eher von indirekter Bedeutung: Die Debatten über die Neutralität könnten langfristig das Verhältnis der Schweiz zur EU beeinflussen und damit auch die Zukunft der Personenfreizügigkeit berühren. Kurzfristig haben sie jedoch keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Alltag und Behördengänge.

Was könnte dies für in der Schweiz lebende Ungarinnen und Ungarn bedeuten?

Die wichtigste Botschaft lautet: Ein grosser Teil der politischen Agenda für Herbst 2026 befindet sich noch in der Diskussionsphase und betrifft noch keine geltenden Regelungen. Praktische Schlussfolgerungen sollten bis zum Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens zurückgestellt werden.

Als ungarische Staatsangehörige bzw. ungarischer Staatsangehöriger sind Sie EU-Bürgerin bzw. EU-Bürger. Daher betreffen die meisten Vorschläge für Drittstaatsangehörige Sie nicht unmittelbar. Das gilt auch für den Vorschlag, der den Berufseinstieg von Absolventinnen und Absolventen Schweizer Hochschulen erleichtern soll und vor allem Studierenden aus Nicht-EU-Staaten zugutekäme.

Wo eine konkrete Betroffenheit ungarischer Staatsangehöriger realistisch in Betracht kommt, ist das breitere migrations- und arbeitsmarktpolitische Umfeld. Die Themen Einwanderungssteuer und Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland könnten die Rahmenbedingungen langfristig beeinflussen.

Es empfiehlt sich, die offiziellen Kanäle zu verfolgen und die endgültigen Entscheidungen abzuwarten, bevor jemand persönliche Pläne an die derzeit laufenden Debatten anpasst.

Quellen

Verwandte Artikel

Kurz gesagt

Die politische Agenda der Schweiz im Herbst 2026 umfasst mehrere migrations- und arbeitsmarktpolitische Fragen, doch die meisten befinden sich noch in der Debattenphase und sind keine geltenden Vorschriften. Für ungarische Staatsangehörige gelten aufgrund des FZA in der Regel günstigere Regelungen. Daher betreffen Vorschläge, die sich an Drittstaatsangehörige richten, sie meist nicht unmittelbar.

Wichtige Punkte

  • Unterscheiden Sie zwischen geltenden Regelungen, parlamentarischen Debatten und politischen Initiativen.
  • Prüfen Sie bei jedem Vorschlag, ob er EU/EFTA-Staatsangehörige oder Drittstaatsangehörige betrifft.
  • Rechnen Sie bei der Zuwanderungsabgabe nicht mit einem konkreten Betrag oder Inkrafttreten, da hierzu noch keine Angaben bekannt sind.
  • Setzen Sie die Situation ungarischer Staatsangehöriger mit Schweizer Hochschulabschluss nicht mit jener von Absolventen aus Drittstaaten gleich.
  • Verfolgen Sie die offiziellen Informationen und passen Sie persönliche Pläne erst an, wenn die endgültigen Rechtsvorschriften bekannt sind.
  • Beachten Sie, dass Sie als ungarischer Staatsangehöriger nicht an eidgenössischen Volksabstimmungen teilnehmen dürfen, deren Ergebnisse Sie jedoch ebenfalls betreffen können.

Häufige Fragen

Betrifft die politische Agenda der Schweiz im Herbst 2026 ungarische Staatsangehörige unmittelbar?

Viele Themen der Agenda befinden sich noch in der Debattenphase und verändern daher derzeit nicht automatisch die rechtliche Situation ungarischer Staatsangehöriger. Aufgrund des FZA gelten für ungarische Staatsangehörige günstigere Regelungen als für Drittstaatsangehörige.

Was ist die Schweizer Zuwanderungsabgabe?

Die Zuwanderungsabgabe beziehungsweise Lenkungsabgabe ist die Idee einer umstrittenen, steuernden Abgabe. Sie ist derzeit keine geltende Regelung. Konkrete Informationen zur Höhe, zum Inkrafttreten oder zum Kreis der Betroffenen liegen nicht vor.

Würde die Zuwanderungsabgabe für ungarische Staatsangehörige gelten?

Das lässt sich derzeit nicht sicher feststellen. Das FZA begrenzt, welche zusätzlichen Belastungen die Schweiz EU-Bürgern auferlegen darf. Ob ungarische Staatsangehörige betroffen wären, kann daher erst anhand des endgültigen Textes beurteilt werden.

Wird es für Ausländer mit Schweizer Hochschulabschluss leichter, eine Stelle zu finden?

Die umstrittene Gesetzesänderung würde vor allem den Verbleib und die berufliche Integration von Drittstaatsangehörigen erleichtern, die an einer Schweizer Hochschule studiert haben. Ungarische Absolventen befinden sich als EU-Bürger bereits in einer günstigeren Lage; der Vorschlag richtet sich daher unmittelbar vor allem nicht an sie.

Könnte das Outsourcing Schweizer Staatsunternehmen ins Ausland eingeschränkt werden?

Ein Thema der parlamentarischen Debatte ist die Verlagerung von Arbeitsplätzen staatlicher oder staatsnaher Unternehmen ins Ausland. PostFinance hat beispielsweise IT-Support und operative Aufgaben nach Spanien und Portugal ausgelagert. Die konkrete gesetzgeberische Form und die Auswirkungen einer möglichen Einschränkung sind jedoch noch offen.

Dürfen ungarische Staatsangehörige an der eidgenössischen Volksabstimmung vom 27. September 2026 teilnehmen?

Als ungarischer Staatsangehöriger dürfen Sie nicht an eidgenössischen Volksabstimmungen teilnehmen, da das Stimmrecht an das Schweizer Bürgerrecht geknüpft ist. In einigen Kantonen und Gemeinden können ausländische Einwohnerinnen und Einwohner jedoch auf lokaler Ebene ein eingeschränktes Stimmrecht haben.

Welche Auswirkungen könnte die Neutralitätsinitiative auf in der Schweiz lebende Ungarn haben?

Kurzfristig dürfte die Neutralitätsdebatte den Alltag und Behördengänge voraussichtlich nicht unmittelbar betreffen. Langfristig könnte sie jedoch das Verhältnis der Schweiz zur EU beeinflussen und dadurch auch den künftigen Rahmen der Personenfreizügigkeit berühren.

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