Wie viel Startkapital wird für den ersten Monat nach dem Umzug in die Schweiz benötigt?
Für einen Umzug allein können mindestens 8 000–10 000 CHF als Richtwert für das Startkapital dienen. Kaution, Miete, Versicherung und Kanton können diesen Betrag jedoch erheblich verändern.

Aus welchen Kosten setzt sich der erste Monat in der Schweiz zusammen?
Das Budget für den ersten Monat in der Schweiz besteht nicht aus einer einzigen Rechnung, sondern aus mehreren Ausgabenposten mit unterschiedlichen Rechtsgrundlagen. Bei der Finanzplanung sollten gesetzlich oder vertraglich vorgeschriebene Kosten, vom Wohnort abhängige Marktpreise und von individuellen Entscheidungen abhängige Ausgaben getrennt betrachtet werden.
Der Finanzplan für den Umzug sollte mindestens die folgenden Kategorien umfassen:
Kostenkategorie | Was bedeutet das? | Warum sollte separat geplant werden? |
|---|---|---|
Miete | Monatliche Kosten für die gemietete Wohnung oder das gemietete Zimmer. | Der Ort, die Grösse der Immobilie und der Mietmarkt haben einen erheblichen Einfluss. |
Mietkaution | Die mit dem Mietvertrag verbundene Sicherheitsleistung, auf Deutsch Mietzinsdepot oder Mietkaution. | Zu Beginn des Mietverhältnisses gebundenes Geld, das nicht für laufende Ausgaben verwendet werden kann. |
Krankenversicherung | Obligatorische Grundversicherung, auf Deutsch Obligatorische Krankenpflegeversicherung oder Grundversicherung. | Die Prämie hängt auch vom Kanton, vom gewählten Selbstbehalt und vom Versicherer ab. |
Hausratversicherung | Die Versicherung für Hausrat, auf Deutsch Hausratversicherung. | In den meisten Kantonen ist sie freiwillig, in vier Kantonen jedoch für bestimmte Risiken obligatorisch. |
Umzug und Zoll | Transport, Zollabfertigung und Administration für persönliches Umzugsgut. | Für die Zollbefreiung sind das korrekte Verfahren und das Formular 18.44 erforderlich. |
Lebenshaltung im ersten Monat | Lebensmittel, lokaler Verkehr, Telefon, grundlegende Haushaltsausstattung und weitere tägliche Ausgaben. | Diese sind nicht immer in Mietinseraten aufgeführt, fallen jedoch sofort an. |
Reserve | Ein zurückgelegter Betrag für ungeplante oder später fällige Ausgaben. | Die erste Lohnüberweisung und einzelne Umzugskosten können zeitlich auseinanderfallen. |
Der Wohnungsmarkt und die Krankenversicherung unterscheiden sich je nach Kanton. Daher ist es nicht sinnvoll, ein einheitliches landesweites «Schweizer Budget» zu erstellen. Eine Berechnung, die auf dem konkreten Wohnort, der Haushaltsgrösse und dem Mietangebot basiert, ist wesentlich hilfreicher.
Beim Umzug aus Ungarn kann ein zusätzliches finanzielles Risiko entstehen, wenn sich die Kosten der Umstellung in Ungarn und in der Schweiz zeitlich überschneiden. Dazu können beispielsweise die Kosten für die Auflösung der Wohnsituation in Ungarn, den Transport oder die Regelung des Krankenversicherungsverhältnisses gehören. Für diese Posten sollte nicht der für die Schweizer Miete und Mietkaution zurückgelegte Betrag verwendet werden.
Mit welcher Mietkaution muss ich bei der Wohnungsmiete rechnen?
Die Mietkaution muss in der Schweiz auf einem gesperrten, auf den Namen des Mieters lautenden Bankkonto hinterlegt werden. Diese Lösung wird auf Deutsch als Sperrkonto bezeichnet, die Kaution als Mietzinsdepot oder Mietkaution bezeichnet. Die Kaution ist daher nicht mit der ersten Monatsmiete gleichzusetzen: Sie ist ein separater finanzieller Posten, der beim Einzug bereitgestellt werden muss.
Ein wichtiger Bezugspunkt für die Regelung der Kaution ist das Schweizer Obligationenrecht, Obligationenrecht (OR), Art. 257e. Für die praktischen Schritte reicht es jedoch nicht aus, lediglich die Bezeichnung des Gesetzes zu kennen: Im Mietvertrag sollten die Höhe der Kaution, die Zahlungsweise, die Bezeichnung des Bank-Sperrkontos und die Zahlungsfrist überprüft werden.
Gemäss den Informationen des Mieterinnen- & Mieterverbandes zur Kaution muss der Vermieter die Kaution auf einem gesperrten Bankkonto hinterlegen, das auf den Namen des Mieters eröffnet wurde. Das Geld ist somit kein frei verfügbares Einkommen des Vermieters, sondern eine separat verwahrte Sicherheit.
Warum belastet die Kaution das Startkapital so stark?
In den ersten Tagen nach dem Umzug schränkt die Kaution den finanziellen Spielraum ein. Obwohl sie auf den Namen des Mieters lautet, kann sie als gesperrter Betrag nicht für Lebensmittel, Reisen, Versicherungen oder unerwartete Ausgaben verwendet werden.
Bei der Planung empfiehlt es sich daher, mindestens zwei separate Posten vorzusehen:
Beim Einzug fällige Wohnkosten: erste Monatsmiete und die im Vertrag festgelegte Kaution.
Frei verfügbare Reserve: Geld, das auch nach der Einzahlung der Kaution für die Ausgaben des ersten Monats zur Verfügung steht.
Vor der Unterzeichnung des Mietvertrags sollte zudem geprüft werden, welche Positionen in der ausgeschriebenen Miete enthalten sind. Der Artikel nennt keinen schweizweit gültigen Mietbetrag, da die Miete je nach Wohnort, Wohnungstyp und konkretem Mietangebot stark variiert.
Worauf sollten Sie als aus Ungarn zuziehende Person bei der Überweisung der Kaution achten?
Bei einem Umzug in die Schweiz können sowohl der Zeitpunkt als auch die Kosten einer von einem ungarischen Bankkonto veranlassten internationalen Überweisung eine Rolle spielen. Die im Mietvertrag angegebenen Kontodaten, der Name des Begünstigten und der Verwendungszweck sollten in jedem Fall mit der Liegenschaftsverwaltung oder dem Vermieter abgestimmt werden.
Es empfiehlt sich, Unterlagen zum Nachweis der Herkunft des Geldes, der Überweisung der Mietkaution und der vertraglichen Bedingungen aufzubewahren. Diese können beim Umzug, bei Bankangelegenheiten und auch bei einem späteren Wegzug relevant sein.
Wann und wie viel muss für die obligatorische Krankenversicherung bezahlt werden?
Die Zahlungspflicht für die obligatorische Schweizer Krankenpflegeversicherung (Obligatorische Krankenpflegeversicherung, allgemein bekannt als Grundversicherung) gilt rückwirkend ab dem Tag der Begründung des Wohnsitzes in der Schweiz. Das bedeutet, dass die spätere Wahl eines Versicherers nicht zwingend bedeutet, dass für einen früheren Zeitraum mit Wohnsitz in der Schweiz keine Prämien bezahlt werden müssen.
Gemäss der Information von Bovita besteht das Versicherungsverhältnis und die Prämienzahlungspflicht rückwirkend ab dem Tag der Begründung beziehungsweise Anmeldung des Wohnsitzes in der Schweiz. Im Umzugsbudget sollte daher bereits bei der Ankunft ein Betrag für die Versicherungsprämie vorgesehen werden.
Gemäss einer inoffiziellen Kostenschätzung für 2026 kann die monatliche Krankenversicherungsprämie für einen Erwachsenen etwa 250–450 CHF betragen. Die Schätzung von First Step Swiss weist diesen Betrag als eine Spanne aus, die vom Kanton, der gewählten Franchise und dem Versicherer abhängt.
Dabei handelt es sich um eine marktbezogene Orientierungsschätzung, nicht um eine landesweit geltende behördliche Prämientabelle. Die konkrete Prämie wird vom gewählten Versicherer, dem Wohnkanton, dem Versicherungsmodell und der Franchise bestimmt.
Was bedeutet das für die Finanzplanung im ersten Monat?
Der für die Krankenversicherung vorgesehene Betrag sollte nicht ausschliesslich als Kostenpunkt am Monatsende behandelt werden. Aufgrund des Prinzips der rückwirkenden Prämienzahlung muss ab dem Tag der Ankunft damit gerechnet werden.
Im Plan für den ersten Monat einer allein umziehenden Person sollten daher mindestens die folgenden Beträge vorgesehen werden:
Geschätzte monatliche Prämie von 250–450 CHF für einen Erwachsenen: Dies ist die in der inoffiziellen Information für 2026 angegebene Spanne.
Separate Reserve for the Timing of Insurance Administration: the time between registering your residence and concluding a contract with the insurer does not eliminate the obligation to pay premiums.
Separate Calculation for Each Family: the estimate provided for adults cannot automatically be used to calculate the total premium for a household with children.
The ch.ch health insurance information is the official starting point for taking out, changing and cancelling insurance. The Federal Office of Public Health, the Bundesamt für Gesundheit (BAG), is responsible for policy oversight of compulsory health insurance.
Why should the Hungarian social insurance situation not be overlooked?
Choosing Swiss insurance does not automatically settle the social insurance situation in Hungary. For people moving from Hungary, separate procedures may apply to Hungarian health insurance status, notification of foreign insurance and the required documents.
These Hungarian-side rules should be checked with the competent Hungarian authority, as this article focuses exclusively on the main items of initial capital in Switzerland. Timely coordination of Swiss and Hungarian administration can reduce the risk of parallel procedures.
When is household contents insurance compulsory?
Household contents insurance (Hausratversicherung) is voluntary in most Swiss cantons. However, for fire and natural hazard damage, it is required by law in four cantons: Nidwalden, Vaud, Fribourg and Jura cantons.
This obligation cannot be generalised to the whole of Switzerland. Based on the source cited in this article, it cannot be stated that household contents insurance is legally compulsory in Zürich, Bern, Genève, Basel or the other cantons not listed.
According to the FinanceScout24 guideHausratversicherung ist in den meisten Kantonen freiwillig, während die Zusammenfassung von Comparis die vier betroffenen Kantone nennt.
In welchem Kanton muss welcher Anbieter gewählt werden?
Die Organisation der obligatorischen Deckung für Feuer- und Elementarschäden ist auch in den vier betroffenen Kantonen nicht einheitlich:
Kanton | Art des Abschlusses der obligatorischen Deckung |
|---|---|
Nidwalden | Der Abschluss muss über die kantonale Gebäudeversicherung erfolgen. |
Vaud | Der Abschluss muss über die kantonale Gebäudeversicherung erfolgen. |
Fribourg | Ein privater Versicherer kann gewählt werden. |
Jura | Ein privater Versicherer kann gewählt werden. |
Die oben genannte Unterscheidung wird in der kantonalen Übersicht von FinanceScout24 erläutert. Vor einem Umzug reicht es daher nicht aus zu fragen, ob eine Hausratversicherung in der Schweiz obligatorisch ist; die richtige Frage lautet, welche Hausratdeckung im jeweiligen Kanton verpflichtend ist, welche Risiken sie abdeckt und bei wem sie abgeschlossen werden kann.
Muss auch eine freiwillige Versicherung berücksichtigt werden?
Die obligatorische und die freiwillige Versicherung sind nicht dasselbe. Die obligatorische kantonale Regelung kann eine Deckung für Feuer- und Elementarschäden betreffen, während sich der gesamte Versicherungsbedarf nach dem Wert des Hausrats, der Haushaltsgrösse, der Art der Mietwohnung und der individuellen Risikobereitschaft richtet.
Bei der Planung des Startkapitals für den ersten Monat ist es ratsam, die voraussichtliche Versicherungsprämie als separaten, variablen Posten zu behandeln. Ohne Kenntnis der Versicherungssumme, des Wohnorts und der gewählten Deckung lässt sich kein konkreter landesweiter Prämienbetrag verantwortungsvoll angeben.
Wie kann ich mein persönliches Umzugsgut zollfrei einführen?
Personen, die in die Schweiz ziehen, können ihr persönliches Umzugsgut – etwa Möbel, Fahrzeuge und Haustiere – durch Einreichen des Formulars 18.44 (Form 18.44, „Declaration/Application for clearance of household effects“) zollfrei einführen. Zuständig für Zollangelegenheiten ist das Federal Office for Customs and Border Security (FOCBS).
Die Umzugsinformationen von ch.ch nennen das Formular 18.44 als Dokument für einen zollfreien Umzug. Die Möglichkeit der zollfreien Einfuhr bedeutet daher nicht, dass das Verfahren an der Grenze ohne Unterlagen abgewickelt werden kann.
Welche Unterlagen und Voraussetzungen sind zu beachten?
Die konkreten Voraussetzungen für die zollfreie Einfuhr, die erforderlichen Nachweise, die aktuelle Version des Formulars und den Ablauf müssen vor der Reise direkt auf der Umzugsseite von ch.ch geprüft werden.
Dies ist besonders wichtig, wenn der Umzug Folgendes umfasst:
einen Personenwagen oder ein anderes Fahrzeug;
wertvolle Möbel oder elektronische Geräte;
Haustiere;
Umzugsgut, das in mehreren Transporten oder durch ein Umzugsunternehmen eintrifft;
einen Transport, der in Ungarn beginnt, aber über ein anderes Land organisiert wird.
Die finanzielle Bedeutung des Zollverfahrens liegt darin, dass eine unzureichende Vorbereitung zu unerwarteten Verzögerungen oder Zusatzkosten führen kann. Es empfiehlt sich daher, die wichtigsten Umzugsunterlagen – Mietvertrag, Unterlagen zum Schweizer Wohnsitz, Transportliste und Zollformular – bereits vor der Abreise zu ordnen.
Wie viel Startkapital kann die Kosten der ersten Monate decken?
Für eine alleinstehende Person kann auf Grundlage einer unverbindlichen Schätzung ein Startkapital von mindestens 8 000–10 000 CHF als sichere Orientierung dienen. Dieser Betrag ist keine staatliche Vorgabe, kein offizielles Existenzminimum und ersetzt keinen Kostenplan, der auf einem konkreten Wohnungsangebot basiert.
Die Umzugskostenschätzung von BudgetHub nennt diese Spanne als „realistisches, sicheres“ Startkapital für eine alleinstehende Person. Der tatsächliche Bedarf kann je nach Miete und Wohnort variieren.
Wie kann die Schätzung von 8 000–10 000 CHF genutzt werden?
Die Spanne von 8 000–10 000 CHF sollte nicht als fertiges Budget, sondern als Kontrollschwelle verwendet werden. Sie lässt sich auf die eigene Situation anwenden, wenn die folgenden Posten bereits mit konkreten Beträgen ausgefüllt wurden:
Planungsposten | Quelle der eigenen Angaben | Art der Kosten |
|---|---|---|
Miete im ersten Monat | Zu unterzeichnender oder ausgewählter Mietvertrag | Grundausgabe für Wohnen |
Mietkaution | Mietvertrag und Bedingungen des Sperrkontos für die Kaution | Gebundener Anfangsbetrag |
Krankenversicherung | Wohnort, Versicherer, Selbstbehalt und gewähltes Modell | Monatliche, kantonsabhängige Ausgabe |
Hausratversicherung | Wohnkanton und gewählte Versicherung | Kantonsabhängiger oder freiwilliger Posten |
Umzug | Eigenes Transportangebot oder Angebot eines Umzugsunternehmens | Einmalige Ausgabe |
Lebenshaltungskosten | Eigener Konsumplan | Monatliche, individuelle Ausgabe |
Notfallreserve | Eigene Risikobereitschaft | Für unvorhergesehene Ausgaben reservierter Betrag |
Die Mietkaution und die frei verfügbare Reserve sollten nicht zusammengelegt werden. Wenn beispielsweise ein grosser Teil des gesamten verfügbaren Betrags in der Mietkaution gebunden ist, kann der finanzielle Spielraum des Haushalts dennoch eingeschränkt sein, auch wenn am Umzugstag auf dem Papier ein erheblicher Betrag zur Verfügung stand.
In welchen Situationen können 8 000–10 000 CHF zu wenig sein?
Die Schätzung ist ein Ausgangspunkt für eine alleinstehende Person. Sie bietet nicht in allen Situationen ausreichende Deckung, in denen die Kosten höher als üblich sind.
Das erforderliche Startkapital kann insbesondere höher sein, wenn:
Die Wohnsituation in einer teuren Gemeinde liegt. Miete und Kaution erhöhen den finanziellen Bedarf beim Einzug unmittelbar.
Der Umzug mit der Familie erfolgt. Mehrere Krankenversicherungen, ein höherer Wohnbedarf und mehr persönliches Eigentum können zu einer anderen Kostenstruktur führen.
Zwischen Beginn des Arbeitsverhältnisses und der ersten Lohnzahlung ein längerer Zeitraum liegt. In diesem Fall müssen die Lebenshaltungskosten für mehrere Wochen aus eigenen Reserven gedeckt werden.
Die Wohnungseinrichtung ebenfalls in der Schweiz erfolgt. Grundlegende Möbel, Haushaltsgeräte und sonstige bewegliche Gegenstände stellen einmalige zusätzliche Ausgaben dar.
Auch ein Fahrzeug oder Haustier kann Teil des Umzugs sein. Bei diesen ist es besonders wichtig, die zollfreie Einfuhr und die damit verbundenen Verfahren im Voraus zu prüfen.
Am vorsichtigsten ist es, die Kaution nicht vom Betrag von 8 000–10 000 CHF abzuziehen, sondern zu prüfen, ob nach Zahlung der Kaution noch ausreichend Mittel für den Lebensunterhalt im ersten Monat und für Versicherungen vorhanden sind.
Wie erstellen Sie Ihre eigene Berechnung des Startkapitals?
Ziel einer individuellen Berechnung ist nicht, einen künstlich präzisen landesweiten Durchschnitt zu liefern, sondern sicherzustellen, dass keine eigenen Verpflichtungen ausgelassen werden. Für die Berechnung können drei separate Spalten verwendet werden: „sicher zu zahlen“, „geschätzt“ und „Reserve“.
1. Tragen Sie die aus dem Vertrag bekannten Beträge zusammen
Dazu gehören die konkrete Miete, die im Vertrag genannte Kaution, mögliche Einzugskosten sowie das schriftliche Angebot des Umzugsunternehmens. Dabei handelt es sich nicht um Schätzungen, sondern um bekannte Posten im Zusammenhang mit Ihrem eigenen Umzug.
2. Trennen Sie die kantonsabhängigen Kosten
Die Prämie der Krankenversicherung hängt vom Kanton, vom Selbstbehalt und vom Versicherer ab. Auch die Pflicht zur Hausratversicherung ist vom Wohnort abhängig: Die Regelungen von Nidwalden, Vaud, Fribourg und Jura können nicht auf andere Kantone übertragen werden.
3. Betrachten Sie die Kaution nicht als verfügbare Reserve
Das Sperrkonto eingezahlte Kaution ist ein auf den Namen des Mieters lautender gesperrter Betrag. Für die laufenden Ausgaben kann sie daher nicht als sofort verfügbares Geld betrachtet werden.
4. Berücksichtigen Sie die zeitliche Wirkung der Versicherung
Aufgrund der rückwirkenden Prämienpflicht ab dem Tag der Begründung des Wohnsitzes in der Schweiz ist es nicht ratsam, erst dann Geld für die Krankenversicherung zurückzulegen, wenn die erste Rechnung des Versicherers eintrifft.
5. Prüfen Sie das Zollverfahren noch vor der Abreise
Bereiten Sie anhand des Formulars 18.44 und der aktuellen Informationen von ch.ch die für die zollfreie Einfuhr persönlicher Gegenstände erforderlichen Schritte vor. Dies ist besonders wichtig, wenn der Umzug aus mehreren Transporten besteht.
Quellen
First Step Swiss – Leben in der Schweiz: Kosten, Steuern und Lebensqualität 2026
FinanceScout24 – Ist eine Hausratversicherung obligatorisch?
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Kurz gesagt
Für eine alleinstehende Person, die in die Schweiz zieht, können laut einer inoffiziellen Schätzung 8 000–10 000 CHF ein sicheres Startkapital sein; dabei handelt es sich jedoch nicht um einen offiziellen Mindestbetrag. Die tatsächlich benötigte Summe hängt vor allem von Miete, Kaution, kantonsabhängiger Krankenversicherung, Umzugskosten und dem Zeitpunkt der ersten Lohnzahlung ab.
Wichtige Punkte
- Planen Sie separate Budgetposten für die Miete des ersten Monats, die Kaution und frei verfügbare Reserven ein.
- Berechnen Sie die voraussichtliche Krankenversicherungsprämie anhand Ihres Kantons, Versicherers, der gewählten Franchise und des Versicherungsmodells.
- Rechnen Sie ab dem Tag der Begründung des Wohnsitzes mit einer Prämienzahlungspflicht für die Krankenversicherung, auch wenn der Versicherer erst später ausgewählt wird.
- Prüfen Sie im Mietvertrag die Höhe der Kaution, die Angaben zum Sperrkonto, die Zahlungsweise und die Zahlungsfrist.
- Erfassen Sie die Ausgaben für den Umzug, die Umstellung in Ungarn und die Kosten bis zur ersten Schweizer Lohnzahlung getrennt.
- Bereiten Sie das Zollverfahren für Umzugsgut anhand des Formulars 18.44 und der aktuellen Informationen auf ch.ch bereits vor der Abreise vor.
Häufige Fragen
Wie viel Startkapital wird für den ersten Monat nach dem Umzug in die Schweiz benötigt?
Für eine alleinstehende Person können 8 000–10 000 CHF laut einer inoffiziellen Schätzung als sicheres Startkapital dienen. Dies ist kein offizieller Mindestbetrag; die konkrete Miete, Kaution, der Kanton, Umzugskosten, die familiäre Situation und der Zeitpunkt der ersten Lohnzahlung können den Bedarf erheblich verändern.
Wird die Schweizer Mietkaution zum frei verfügbaren Budget des ersten Monats gerechnet?
Nein. Die Kaution ist eine Sicherheitsleistung auf einem auf den Namen der mietenden Person lautenden Sperrkonto und kann nach dem Einzug daher nicht für Lebensmittel, Transport oder unerwartete Ausgaben verwendet werden. Kaution und frei verfügbare Reserven müssen getrennt geplant werden.
Wie viel kann die obligatorische Krankenversicherung für eine erwachsene Person kosten?
Laut der im Artikel genannten inoffiziellen Schätzung für 2026 kann die monatliche Prämie für eine erwachsene Person etwa 250–450 CHF betragen. Der konkrete Betrag hängt vom Kanton, der gewählten Franchise, dem Versicherer und dem Versicherungsmodell ab.
Ab wann muss die Schweizer Krankenversicherung bezahlt werden?
Die Prämienzahlungspflicht besteht rückwirkend ab dem Tag der Begründung beziehungsweise Anmeldung des Schweizer Wohnsitzes. Deshalb ist es sinnvoll, bereits bei der Ankunft Mittel dafür zurückzulegen, auch wenn die Wahl des Versicherers oder die erste Rechnung später erfolgt.
Wann ist eine Hausratversicherung in der Schweiz obligatorisch?
Eine Hausratversicherung ist in den meisten Kantonen freiwillig. Für Feuer- und Elementarschäden besteht jedoch in den Kantonen Nidwalden, Vaud, Fribourg und Jura eine gesetzliche Pflicht; die Art des Abschlusses des Versicherungsschutzes kann je nach Kanton unterschiedlich sein.
Wie können persönliche Gegenstände zollfrei in die Schweiz eingeführt werden?
Für die zollfreie Einfuhr persönlicher Gegenstände ist das Formular 18.44 erforderlich. Die aktuellen Voraussetzungen, Nachweise und das Verfahren sollten vor der Abreise in den Umzugsinformationen auf ch.ch sowie bei der zuständigen Zollbehörde überprüft werden.
In welchen Fällen können 8 000–10 000 CHF Startkapital zu wenig sein?
Der Betrag kann bei einem Umzug in eine teure Gemeinde, mit Familie, bei einer längeren Wartezeit bis zur ersten Lohnzahlung oder wenn die Wohnung in der Schweiz eingerichtet werden muss, zu niedrig sein. Auch ein Fahrzeug, Haustiere, mehrere Transporte sowie sich überschneidende Ausgaben in Ungarn und der Schweiz können die erforderlichen Reserven erhöhen.
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