Wie funktioniert die Schweizer Steuererklärung für ungarische Arbeitnehmende?
Bei der Schweizer Steuererklärung bestimmen Quellensteuer, obligatorische oder freiwillige NOV, kantonale Fristen und Abzüge die erforderlichen Schritte.

Inhaltsverzeichnis
- Wer ist verpflichtet, Quellensteuer zu zahlen und in der Schweiz eine ordentliche Steuererklärung einzureichen?
- Was bedeutet die Quellensteuer auf der monatlichen Lohnabrechnung?
- Welche Regeln gelten schweizweit einheitlich, und welche sind kantonal geregelt?
- Wann ist eine nachträgliche ordentliche Veranlagung, also eine NOV, obligatorisch?
- Kann die NOV auch unter CHF 120 000 obligatorisch sein?
- Warum sind das „übrige Einkommen“ und das Vermögen relevant?
- Wann und warum sollte eine freiwillige NOV beantragt werden?
- Bis wann konnte für das Steuerjahr 2025 eine freiwillige NOV beantragt werden?
- Welche Abzüge können eine freiwillige NOV sinnvoll machen?
- Welche Dokumente sollten vorbereitet werden?
- Warum ist es keine gute Strategie, automatisch eine NOV zu beantragen?
- Welche Fristen gelten 2026 für die Steuererklärung in den einzelnen Kantonen?
- Wie kann in Zürich, Bern und Vaud eine Fristverlängerung beantragt werden?
- Was geschieht bei Verspätung, und wie werden Ehegatten besteuert?
- Was bedeutet die gemeinsame Steuererklärung für Ehegatten?
- Quellen
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Wer ist verpflichtet, Quellensteuer zu zahlen und in der Schweiz eine ordentliche Steuererklärung einzureichen?
Ausländische Arbeitnehmende ohne Niederlassungsbewilligung C – typischerweise also Personen mit einer B-Bewilligung (Ausländerausweis B) oder einer L-Bewilligung (Ausländerausweis L) – deren Lohn wird vom Arbeitgeber direkt um die Quellensteuer (Quellensteuer) gekürzt. Der Abzug erfolgt zusammen mit der Lohnzahlung. [comparis.ch]
Die Quellensteuer bedeutet nicht automatisch, dass die gesamte endgültige persönliche Steuerpflicht festgestellt wurde. Quellensteuerpflichtige Personen müssen in bestimmten Fällen auch eine ordentliche Steuererklärung (Ordentliche Steuererklärung) einreichen, auf deren Grundlage die Steuerbehörde eine nachträgliche ordentliche Veranlagung vornimmt.
Die ungarische Staatsangehörigkeit allein stellt in der Schweiz keine besondere Steuerkategorie dar. Die praktischen Pflichten können vom Wohnort, der Art der Bewilligung, der Quellensteuerpflicht, dem jährlichen Bruttoeinkommen, weiteren Einkünften und der Höhe des Vermögens abhängen.
Was bedeutet die Quellensteuer auf der monatlichen Lohnabrechnung?
Die Quellensteuer ist ein Abzug mit Vorauszahlungscharakter, den der Arbeitgeber gegenüber den Behörden abrechnet. Sie reduziert den Nettolohn der arbeitnehmenden Person unmittelbar um den Betrag der Quellensteuer.
Quellensteuerpflichtige Personen müssen nicht in jedem Fall automatisch eine vollständige ordentliche Steuererklärung einreichen. Eine obligatorische NOV kommt jedoch zum Tragen, wenn die eidgenössischen oder kantonalen Voraussetzungen erfüllt sind.
Welche Regeln gelten schweizweit einheitlich, und welche sind kantonal geregelt?
Frage | Art der Regelung | Beispiel für das Steuerjahr 2025 |
|---|---|---|
Quellensteuer für ausländische Arbeitnehmende ohne C-Bewilligung | Allgemeine Schweizer Regel | Der Arbeitgeber kann vom Lohn von Arbeitnehmenden mit B- oder L-Bewilligung die Quellensteuer abziehen. |
Einkommensschwelle für die obligatorische NOV | Schweizweit einheitlich | Bruttoeinkommen von mindestens 120 000 CHF pro Jahr. |
NOV-Pflicht aufgrund weiterer Einkünfte und Vermögen | Je nach Kanton unterschiedlich | In Zürich und Bern beispielsweise 3 000 CHF weitere Einkünfte bzw. 80 000 / 160 000 CHF Nettovermögen. |
Grundlegende Frist für die ordentliche Steuererklärung | Je nach Kanton unterschiedlich | Bern und Vaud: 15. März; Zürich: 31. März; Zug und Ticino: 30. April. |
Regeln zur Fristverlängerung | Je nach Kanton unterschiedlich | Zürich, Bern und Vaud können unterschiedliche endgültige Fristen und Verfahren anwenden. |
Die in der Tabelle aufgeführten Schwellenwerte und Fristen sind Beispiele für das Steuerjahr 2025 und die Einreichung im Jahr 2026. Vor der Einreichung sollten stets die aktuell geltenden Regeln des betreffenden Jahres bei der Steuerbehörde des Wohnkantons überprüft werden.
Wann ist eine nachträgliche ordentliche Veranlagung, also eine NOV, obligatorisch?
Für eine in der Schweiz lebende, quellensteuerpflichtige Person ist die nachträgliche ordentliche Veranlagung (Nachträgliche ordentliche Veranlagung, NOV) obligatorisch, wenn ihr jährliches Bruttoeinkommen CHF 120 000 erreicht oder übersteigt. Dieser Schwellenwert ist schweizweit einheitlich. [lenherr-partner.ch; sh.ch]
Die deutsche Bezeichnung der obligatorischen NOV lautet Obligatorische NOV. Dabei handelt es sich nicht um eine Wahlmöglichkeit: Neben der Quellensteuer ist für die Veranlagung durch die Steuerbehörde auch eine ordentliche Steuererklärung erforderlich.
Der Schwellenwert von CHF 120 000 bezieht sich auf das jährliche Bruttoeinkommen. Massgebend ist weder der ausbezahlte Nettolohn noch der Betrag nach Abzug der Quellensteuer.
Kann die NOV auch unter CHF 120 000 obligatorisch sein?
Ja. Auch weiteres, nicht quellensteuerpflichtiges Einkommen oder Vermögen über dem kantonalen Schwellenwert kann eine obligatorische ordentliche Veranlagung erforderlich machen. Für diese Grenzwerte gelten die Vorschriften des Wohnsitzkantons. [lenherr-partner.ch]
Im Kanton Zürich kann eine Voraussetzung für die obligatorische NOV sein, dass das übrige Einkommen CHF 3 000 übersteigt. Der Schwellenwert für das Nettovermögen beträgt CHF 80 000 für Alleinstehende und CHF 160 000 für Ehepaare. [zh.ch]
Im Kanton Bern gelten nach den in diesem Material aufgeführten Angaben dieselben Schwellenwerte: CHF 3 000 übriges Einkommen sowie CHF 80 000 Nettovermögen für Alleinstehende und CHF 160 000 für Verheiratete. [sh.ch]
Warum sind das „übrige Einkommen“ und das Vermögen relevant?
Die Quellensteuer betrifft grundsätzlich den quellensteuerpflichtigen Lohn vom Arbeitgeber. Liegen darüber hinaus Einkommen oder Vermögen vor, die den vom Kanton festgelegten Schwellenwert erreichen, kann die Steuerbehörde eine ordentliche Steuererklärung verlangen.
Bei der Beurteilung der Vermögenssituation reicht es nicht aus, ausschliesslich das Guthaben auf einem Schweizer Bankkonto zu berücksichtigen. Der konkrete Umfang der Deklarationspflicht und die Behandlung der Vermögenswerte müssen anhand der Vorschriften des zuständigen Kantons geklärt werden.
Wann und warum sollte eine freiwillige NOV beantragt werden?
Eine quellensteuerpflichtige Person, deren jährliches Bruttoeinkommen den Grenzwert von CHF 120 000 nicht erreicht, kann eine freiwillige nachträgliche ordentliche Veranlagung beantragen. Diese wird als Freiwillige NOV. bezeichnet. Ziel der freiwilligen NOV ist typischerweise, individuelle Abzüge auch in der ordentlichen Steuererklärung geltend machen zu können. [zh.ch]
Eine freiwillige NOV bedeutet nicht automatisch tiefere Steuern. Sie kann sinnvoll sein, wenn im betreffenden Haushalt Abzüge anfallen, die im Quellensteuertarif nicht oder nicht vollständig berücksichtigt werden.
Die Entscheidung sollte nicht allein aufgrund eines einzigen Abzugs getroffen werden. Ein weiterer Grund dafür ist, dass ein freiwillig eingereichter NOV-Antrag bis zum Ende des Schweizer Aufenthalts beziehungsweise der Quellensteuerpflicht auch für die Folgejahre gilt und nicht widerrufen werden kann. [be.ch]
Bis wann konnte für das Steuerjahr 2025 eine freiwillige NOV beantragt werden?
Die Frist für den Antrag auf freiwillige NOV für das Steuerjahr 2025 endete am 31. März 2026. Dies ist das Beispiel für 2025 der Regel, wonach die Frist am 31. März des auf das Steuerjahr folgenden Jahres endet. [swiss-relocation.com]
Bei dieser Frist handelt es sich um eine Verwirkungsfrist (Verwirkungsfrist). Sie ist nicht mit der Einreichefrist für die ordentliche Steuererklärung identisch und kann nicht verlängert werden. [so.ch]
Der Unterschied hat erhebliche praktische Bedeutung:
Für die ordentliche Steuererklärung kann gemäss den kantonalen Vorschriften unter Umständen eine Fristerstreckung (Fristerstreckung oder Fristverlängerung) beantragt werden.
Bei einem Antrag auf freiwillige NOV kann die Versäumung der Frist vom 31. März nicht durch einen einfachen Antrag auf Fristverlängerung geheilt werden.
Die Frist für die freiwillige NOV für das Steuerjahr 2025 ist am 31. März 2026 abgelaufen.
Auch für die kommenden Steuerjahre ist jeweils der 31. März des Folgejahres einzuplanen; die aktuellen kantonalen Informationen sollten jedoch jedes Jahr überprüft werden.
Welche Abzüge können eine freiwillige NOV sinnvoll machen?
Eine freiwillige NOV kann insbesondere dann in Betracht kommen, wenn quellensteuerpflichtige Arbeitnehmende persönliche Abzüge haben, die sie in der ordentlichen Steuererklärung geltend machen möchten. Zu den in diesem Beitrag genannten Beispielen gehören Einzahlungen in die Säule 3a, Pendelkosten und Kosten der Kinderbetreuung. [zh.ch]
Die Säule 3a (Säule 3a) ist eine Form der freiwilligen gebundenen Altersvorsorge in der Schweiz. Im betreffenden Jahr geleistete Einzahlungen in die Säule 3a können in der ordentlichen Steuererklärung als relevanter Abzug berücksichtigt werden.
Pendelkosten betreffen Ausgaben im Zusammenhang mit dem Arbeitsweg. Kosten für die Kinderbetreuung können insbesondere für Familien von Bedeutung sein, bei denen die Betreuung des Kindes tatsächliche und belegbare Ausgaben verursacht.
Welche Dokumente sollten vorbereitet werden?
Um zu beurteilen, ob eine freiwillige NOV sinnvoll ist, sollten alle Belege zusammengestellt werden, die das in der Steuererklärung angegebene Einkommen, Vermögen oder die geltend gemachten Abzüge stützen können.
In der Praxis können dazu die Jahresbescheinigung für die Säule 3a, Unterlagen zu den Kosten des Arbeitswegs sowie Belege über die Kinderbetreuungskosten gehören. Die konkreten Anforderungen an die Unterlagen für die Steuererklärung sind anhand der Vorgaben des Wohnkantons zu prüfen.
Warum ist es keine gute Strategie, automatisch eine NOV zu beantragen?
Die freiwillige NOV kann weder bis zum Ende der Quellensteuerpflicht noch bis zum Ende des Aufenthalts in der Schweiz widerrufen werden. Daher geht es bei dieser Entscheidung nicht nur um die Steuerersparnis eines einzelnen Jahres, sondern sie kann sich auch auf die kommenden Jahre auswirken. [be.ch]
Wer 2026 noch keinen Antrag auf freiwillige NOV für das Jahr 2025 eingereicht hat, kann diese Möglichkeit für dieses Steuerjahr nicht mehr nutzen, da die nicht verlängerbare Frist vom 31. März abgelaufen ist. Bei der Entscheidung für spätere Steuerjahre sollten die persönlichen Umstände und die aktuellen Regelungen des Kantons gemeinsam berücksichtigt werden.
Welche Fristen gelten 2026 für die Steuererklärung in den einzelnen Kantonen?
Die grundlegende Frist für die ordentliche Steuererklärung des Steuerjahres 2025 (Ordentliche Steuererklärung) war 2026 nicht in der ganzen Schweiz einheitlich. Die Abgabefrist für die Steuererklärung (Steuererklärung Abgabefrist) wurde vom Wohnsitzkanton festgelegt. [taxea.ch]
Kanton | Grundlegende Frist 2026 für die ordentliche Steuererklärung des Steuerjahres 2025 | Art der Regelung |
|---|---|---|
Kanton Zürich | 31. März 2026 | Kantonales Beispiel |
Kanton Genf | 31. März 2026 | Kantonales Beispiel |
Kanton Basel-Stadt | 31. März 2026 | Kantonales Beispiel |
Kanton Luzern | 31. März 2026 | Kantonales Beispiel |
Kanton Bern | 15. März 2026 | Kantonales Beispiel |
Kanton Vaud | 15. März 2026 | Kantonales Beispiel |
Kanton Zug | 30. April 2026 | Kantonales Beispiel |
Kanton Ticino | 30. April 2026 | Kantonales Beispiel |
Die Tabelle zeigt ausschliesslich die grundlegende Frist für die ordentliche Steuererklärung. Sie ersetzt nicht die verwirkende Antragsfrist für die freiwillige NOV am 31. März 2026.
Die Fristen im Jahr 2026 beziehen sich auf die Steuererklärung für das Steuerjahr 2025. In einem späteren Steuerjahr können die Kantone ihre Verfahren anpassen; daher sollte vor jeder Einreichung die aktuelle Seite der Steuerbehörde geprüft werden.
Wie kann in Zürich, Bern und Vaud eine Fristverlängerung beantragt werden?
Eine Verlängerung der Frist für die ordentliche Steuererklärung muss vor Ablauf der ursprünglichen grundlegenden Frist beantragt werden. Die Verlängerung erfolgt nicht automatisch, und das genaue Verfahren kann je nach Kanton unterschiedlich sein. [taxolution.ch]
Die deutsche Bezeichnung für eine Fristverlängerung lautet Fristerstreckung oder Fristverlängerung. Sie kann die Einreichungsfrist für die ordentliche Steuererklärung betreffen, nicht jedoch die verwirkende Antragsfrist für die freiwillige NOV.
Kanton | Die in diesem Material dargestellte Verlängerungsmöglichkeit für 2026 | Worauf ist zu achten? |
|---|---|---|
Zürich | Die erste Fristverlängerung ist kostenlos; sie kann in der Regel bis zum 30. September, in begründeten Fällen bis zum 30. November beantragt werden. | Der Antrag muss vor der ursprünglichen Frist vom 31. März eingereicht werden. |
Bern | Die Frist kann online und kostenlos bis zum 15. September verlängert werden. | Das Verfahren muss über die offizielle Plattform der bernischen Steuerbehörde abgewickelt werden. |
Vaud | Die erste kostenlose Fristverlängerung kann bis zum 30. Juni beantragt werden. | Angesichts der Frist vom 15. März im Kanton Vaud ist eine besonders frühzeitige Planung erforderlich. |
In Zürich war die grundlegende ordentliche Frist für die Steuererklärung 2026 der 31. März. In Bern und Vaud war dies für das Steuerjahr 2025 der 15. März. Wird kein Antrag auf Fristverlängerung gestellt, bleibt die ursprüngliche Frist massgebend. [taxea.ch; taxolution.ch]
Eine Fristverlängerung entbindet nicht von der Pflicht zur Einreichung der Steuererklärung. Sie verschafft lediglich mehr Zeit für die Erstellung und Einreichung der ordentlichen Steuererklärung.
Was geschieht bei Verspätung, und wie werden Ehegatten besteuert?
Die verspätete Einreichung der ordentlichen Steuererklärung kann zu einer Mahnung, einer Mahngebühr, je nach Kanton unterschiedlichen Verzugszinsen und einer Busse führen. Gemäss den in diesem Material genannten Richtwerten kann die Busse zwischen 50 CHF und 2 000 CHF liegen; Höhe und Anwendung der Verzugszinsen variieren je nach Kanton. [findea.ch]
Die Informationsquelle zu Verzugszinsen nennt auch eine Grössenordnung von etwa 0,5–1 % pro Monat. Dies ist kein einheitlicher Schweizer Tarif und kann nicht als für alle Kantone oder jeden Fall geltender Betrag betrachtet werden. Die konkreten Folgen werden von der zuständigen kantonalen Behörde festgelegt.
In schweren Fällen kann die Behörde die Steuer aufgrund einer Schätzung festsetzen. Die deutsche Bezeichnung dafür lautet Ermessenstaxation. Eine Festsetzung aufgrund einer Schätzung kann für die steuerpflichtige Person in der Regel nachteilig sein, da individuelle Umstände und Abzüge möglicherweise nicht vollständig berücksichtigt werden. [be.ch]
Was bedeutet die gemeinsame Steuererklärung für Ehegatten?
Ehegatten müssen eine gemeinsame Steuererklärung einreichen. Wenn sie einen NOV-Antrag einreichen, müssen beide diesen unterzeichnen. [be.ch]
Dies ist auch dann ein wichtiger administrativer Aspekt, wenn nur einer der Ehegatten quellensteuerpflichtig ist oder nur bei einem von ihnen Umstände vorliegen, aufgrund derer die NOV relevant wird. Aufgrund der gemeinsamen Veranlagung müssen die Steuerangelegenheiten des Haushalts gemeinsam behandelt werden.
Die familiäre Situation, Kosten für die Kinderbetreuung sowie Einkommen und Vermögen beider Ehegatten können zusammen beeinflussen, ob eine freiwillige NOV sinnvoll ist. Da die freiwillige NOV auch in den Folgejahren bestehen bleibt und nicht widerrufen werden kann, ist bei Ehegatten eine vorgängige, auf Unterlagen gestützte Prüfung besonders wichtig.
Quellen
comparis.ch — https://www.comparis.ch/neu-in-der-schweiz/finanzen/quellensteuer
sh.ch — https://sh.ch/CMS/get/file/a7eb63d0-41e8-4756-a1f2-9ae2c5801b64
so.ch — https://so.ch/services/nachtraegliche-ordentliche-veranlagung-beantragen/
be.ch — https://www.taxinfo.sv.fin.be.ch/taxinfo/0f9796b7-81dc-4504-95cc-8a31400e94f4
taxea.ch — https://www.taxea.ch/en/faq-taxes/tax-return-in-switzerland-who-must-file-and-by-when
taxolution.ch — https://www.taxolution.ch/swiss-tax-guide/switzerland-tax-deadlines-2026/
clarotax.ch — https://clarotax.ch/wissen/steuerfristen-schweiz/
findea.ch — https://www.findea.ch/en/faq-fiduciary/when-submit-tax-return
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Kurz gesagt
Bei ausländischen Arbeitnehmenden ohne C-Niederlassungsbewilligung, typischerweise mit B- oder L-Bewilligung, zieht der Arbeitgeber Quellensteuer vom Lohn ab. Ab einem jährlichen Bruttoeinkommen von mindestens 120 000 CHF ist die nachträgliche ordentliche Veranlagung obligatorisch; auch bei tieferem Einkommen kann sie aufgrund von weiteren Einkünften oder Vermögen über den kantonalen Grenzwerten ausgelöst werden. Die Frist für die freiwillige NOV für das Steuerjahr 2025 lief am 31. März 2026 ab und war nicht erstreckbar.
Wichtige Punkte
- Prüfen Sie anhand der Bewilligungsart, des Einkommens und des Vermögens, ob Quellensteuer oder eine Pflicht zur ordentlichen Veranlagung besteht.
- Beurteilen Sie den Schwellenwert von 120 000 CHF anhand des jährlichen Bruttoeinkommens, nicht anhand des Nettolohns.
- Prüfen Sie auch bei einem Einkommen unter 120 000 CHF die kantonalen Grenzwerte am Wohnort für weitere Einkünfte und Nettovermögen.
- Sammeln Sie vor einer freiwilligen NOV die Belege für Abzüge der Säule 3a, für den Arbeitsweg und für die Kinderbetreuung.
- Entscheiden Sie sich erst nach sorgfältiger Prüfung für eine freiwillige NOV, da der Antrag auch für spätere Jahre fortbestehen kann und nicht widerrufen werden kann.
- Prüfen Sie die Frist für die ordentliche Steuererklärung und die Möglichkeit einer Fristerstreckung stets in den aktuellen Informationen Ihres Wohnkantons.
Häufige Fragen
Bei wem wird vom Schweizer Arbeitslohn Quellensteuer abgezogen?
Bei ausländischen Arbeitnehmenden ohne C-Niederlassungsbewilligung, typischerweise mit B- oder L-Bewilligung, zieht der Arbeitgeber die Quellensteuer direkt vom Lohn ab. Die ungarische Staatsangehörigkeit allein führt nicht zu einer besonderen Steuerkategorie.
Wann muss zusätzlich zur Quellensteuer eine ordentliche Steuererklärung eingereicht werden?
Eine nachträgliche ordentliche Veranlagung, also eine NOV, ist obligatorisch, wenn das jährliche Bruttoeinkommen 120 000 CHF erreicht oder übersteigt. Die Pflicht kann auch unter 120 000 CHF bestehen, wenn weitere Einkünfte oder Nettovermögen über den kantonalen Grenzwerten vorhanden sind.
Gilt die Grenze von 120 000 CHF für den Netto- oder Bruttolohn?
Der Schwellenwert bezieht sich auf das jährliche Bruttoeinkommen. Massgebend ist weder der ausbezahlte Nettobetrag noch das Einkommen nach Abzug der Quellensteuer.
Kann eine NOV auch bei einem Einkommen unter 120 000 CHF obligatorisch sein?
Ja. In Zürich und Bern können beispielsweise weitere Einkünfte von über 3 000 CHF sowie ein Nettovermögen von 80 000 CHF bei Alleinstehenden oder 160 000 CHF bei Ehepaaren die Pflicht auslösen. Die genaue Regelung legt der Wohnkanton fest.
Wann lohnt es sich, eine freiwillige NOV zu beantragen?
Eine freiwillige NOV kann sinnvoll sein, wenn Abzüge anfallen, die im Quellensteuertarif nicht oder nicht vollständig berücksichtigt sind. Dazu können beispielsweise Einzahlungen in die Säule 3a, Kosten für den Arbeitsweg oder Kinderbetreuungskosten gehören. Eine freiwillige NOV garantiert jedoch keine tiefere Steuerbelastung.
Bis wann konnte für das Steuerjahr 2025 eine freiwillige NOV beantragt werden?
Die Antragsfrist für die freiwillige NOV für das Steuerjahr 2025 war der 31. März 2026. Diese Frist war nicht erstreckbar und konnte daher nicht durch eine einfache Fristerstreckung nachgeholt werden.
Wann war die Frist für die ordentliche Steuererklärung im Jahr 2026?
Für das Steuerjahr 2025 war die Grundfrist in Zürich, Genève, Basel-Stadt und Luzern der 31. März, in Bern und Vaud der 15. März sowie in Zug und Ticino der 30. April. Die Frist für die ordentliche Steuererklärung kann je nach Kanton abweichen; in bestimmten Fällen kann eine Fristerstreckung beantragt werden.