Verdächtige Stellen- oder Wohnungsanzeige in der Schweiz: Was in den ersten 24 Stunden tun?
Bei einer verdächtigen Stellen- oder Wohnungsanzeige sollten Sie den Kontakt, Zahlungen und die Weitergabe persönlicher Daten sofort stoppen. Sichern Sie Anzeige und Kommunikation, informieren Sie die Plattform und wenden Sie sich bei finanziellen Schäden oder missbrauchten Daten unverzüglich an Ihre Bank sowie an die Polizei oder den NCSC-Meldeweg.
Sofort: stoppen, sichern, melden
Brechen Sie die Kommunikation ab, wenn Geld, Ausweiskopien, Bankdaten, QR-Codes oder externe Zahlungslinks verlangt werden. Das NCSC empfiehlt bei Verdacht, die Kommunikation zu stoppen, die Plattform zu informieren und bei finanziellem Schaden die Polizei einzuschalten.
In der ersten Stunde
Keine Zahlung oder Dokumente senden.
Anzeige, URL, Nachrichten, Zeitpunkte und Zahlungsdaten sichern.
Bei eingegebenen Bank- oder Kartendaten die Bank über eine bekannte offizielle Nummer kontaktieren.
Nicht über den erhaltenen Link in Bank- oder Plattformkonten einloggen.
Innerhalb von 24 Stunden
Melden Sie das Inserat der Plattform. Verdächtige Webseiten oder Phishing-Links können dem NCSC gemeldet werden. Bei Schaden oder einem konkreten Straftatverdacht ist die nächstgelegene Polizeistelle der richtige Ausgangspunkt; Suisse ePolice hilft bei der Suche, während die Möglichkeit einer Onlineanzeige vom Kanton und Delikt abhängt.
Stellenangebot oder Wohnung getrennt prüfen
Bei Stellenangeboten ist eine verlangte Vorauszahlung ein Warnsignal. Private Arbeitsvermittlung unterliegt in der Schweiz einer Bewilligung; ein Eintrag im SECO-/Kantonskontext ist aber nur ein zusätzlicher Prüfpunkt. Bei Wohnungen sollten Sie ohne überprüfbare Besichtigung, schriftlichen Vertrag und bestätigte Zahlungsdaten weder Kaution noch Ausweisdokumente weitergeben.
Für die Meldung bereithalten
Link und Screenshot der Anzeige.
Vollständige Kommunikation und Kontaktdaten.
Zahlungsbelege und eine kurze Chronologie.
Eine Liste der Daten, die Sie bereits weitergegeben haben.
Wichtige Grenze
Eine Meldung garantiert keine Rückerstattung oder sofortige Entfernung. Dieses Dokument gibt eine erste sichere Orientierung und ersetzt keine individuelle Rechts- oder Finanzberatung.
Kurz gesagt
Bei einer verdächtigen Stellen- oder Wohnungsanzeige sollten Sie den Kontakt, Zahlungen und die Weitergabe persönlicher Daten sofort stoppen. Sichern Sie Anzeige und Kommunikation, informieren Sie die Plattform und wenden Sie sich bei finanziellen Schäden oder missbrauchten Daten unverzüglich an Ihre Bank sowie an die Polizei oder den NCSC-Meldeweg.
Wichtige Punkte
- Keine Vorauszahlung, keine Ausweiskopie und keine Anmeldung über einen zugeschickten Link.
- Anzeige, Nachrichten, URL und Zahlungsinformationen sichern.
- Eine Meldung an die Plattform ersetzt bei Schaden keine Anzeige bei der Polizei.
- Ein Registereintrag einer Vermittlung ist nur ein Prüfpunkt und keine Echtheitsgarantie für ein Angebot.