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Wie stark ist der Englischunterricht an Schweizer Mittelschulen?

Der Englischunterricht in der Schweiz unterscheidet sich je nach Kanton. Englisch ist eine obligatorische Fremdsprache, doch die Kantone legen Unterrichtsstundenzahl, Lehrplan und Methoden fest.

Autor: Redaktion8 Min. Lesezeit
Redaktioneller Inhalt
Tanárnő a diákok asztalánál, középiskolások füzetekkel dolgoznak a világos tanteremben.
Világos tanteremben középiskolások dolgoznak füzetekkel és munkalapokkal az asztaloknál. Egy tanárnő a csoport egyik tagjával beszélget, miközben a többiek is feladataikon dolgoznak.

Warum lernen Schülerinnen und Schüler in Zürich und Genf möglicherweise unterschiedlich Englisch?

In der Schweiz liegt das Schulwesen in kantonaler Zuständigkeit. Daher gibt es keinen landesweit einheitlichen Englischlehrplan, keine einheitliche Stundenzahl und keine einheitliche Unterrichtsmethodik. Eine Schülerin oder ein Schüler in Zürich und in Genf lernt zwar gleichermaßen Englisch, doch die konkrete Organisation des Unterrichts kann sich lokal unterscheiden.

Die Rahmenbedingungen werden von der EDK, der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren) koordiniert. Die Kantone gestalten die Einzelheiten des Bildungswesens jedoch in eigener Zuständigkeit.

Dabei spielen die Lehrpläne der EDK sowie regionale Harmonisierungsvereinbarungen eine Rolle. Dazu gehört das HarmoS-Konkordat, eine Vereinbarung zur Harmonisierung bestimmter Elemente der obligatorischen Schule.

In den deutschsprachigen Regionen ist der Lehrplan 21, in der französischsprachigen Schweiz hingegen der Plan d’études romand (PER) ein wichtiger Orientierungspunkt bei Fragen zum Lehrplan. Für Familien bedeutet dies, dass es nicht genügt zu fragen: „Gibt es an der Schule Englisch?“ Die entscheidende Frage lautet vielmehr, wie das Englischlernen im jeweiligen Kanton und auf der jeweiligen Schulstufe aufgebaut ist.

Was bedeutet der kantonale Unterschied in der Praxis?

Die Kantone legen die Stundenzahlen in eigener Zuständigkeit fest. Deshalb lässt sich die Intensität des Englischunterrichts nicht mit einer einzigen, für die ganze Schweiz geltenden Wochenstundenzahl beschreiben.

Auch die Organisation des Unterrichts kann sich unterscheiden. Die Schulart, der Bildungsweg der Schülerin oder des Schülers und der lokale Lehrplan beeinflussen gleichermaßen, welche Rolle Englisch einnimmt.

Frage

Schweizer Grundsatz

Was bedeutet das für die Familie?

Ist Englisch obligatorisch?

Gemäß der EDK-Sprachenstrategie ist Englisch eine der zwei obligatorischen Fremdsprachen.

Englisch ist Bestandteil des Sprachenlernens an öffentlichen Schulen.

Gibt es eine einheitliche Stundenzahl?

Nein, darüber entscheiden die Kantone in eigener Zuständigkeit.

Der Stundenplan der konkreten Schule muss separat angefordert werden.

Ist die Methodik einheitlich?

Es gibt keine gesamtschweizerisch einheitliche Methodik.

Am besten erkundigt man sich direkt bei der Schule nach dem Aufbau des Englischunterrichts.

Welche andere Sprache wird neben Englisch unterrichtet?

Eine zweite Landessprache ist ebenfalls obligatorisch.

Das sprachliche Umfeld des Kantons ist bei der Schulwahl besonders wichtig.

Was sieht die Schweizer Sprachenstrategie für den Englischunterricht vor?

Gemäss der nationalen Sprachenstrategie der EDK, der EDK-Sprachenstrategie , müssen alle Schülerinnen und Schüler während der obligatorischen Schulzeit zwei Fremdsprachen lernen: eine zweite Landessprache und Englisch. Dies unterstreicht die feste Stellung des Englischen im Schweizer Bildungswesen.

Die zweite Landessprache kann Deutsch, Französisch oder Italienisch sein. Welche Sprache stärker gewichtet wird, kann vom sprachlichen Umfeld des Kantons abhängen.

Auf der Sekundarstufe I, also auf der Stufe der Sekundarstufe I , ist Englisch ein Bestandteil der Sprachausbildung. Ungarische Familien bezeichnen diese Stufe häufig als «Mittelschule». In der Schweiz ist es jedoch wichtig, klar zwischen der Sekundarstufe I und der Sekundarstufe II zu unterscheiden.

  • *Sekundarstufe I (Sekundarstufe I, Sekundarschule):* der obere Abschnitt der obligatorischen Schulzeit, in dem die Schülerinnen und Schüler auch Fremdsprachenunterricht erhalten.

  • *Bildung auf der Sekundarstufe II (Sekundarstufe II):* die Bildungsstufe nach der obligatorischen Schule.

  • *Gymnasium (Gymnasium, in einigen Kantonen auch Kantonsschule):* eine Institutionsform der Sekundarstufe II, deren Sprachangebot ebenfalls durch die kantonalen Vorgaben und das Schulprogramm geprägt wird.

Das Prinzip der zwei Fremdsprachen bedeutet nicht, dass an allen Schulen derselbe zeitliche Umfang, dieselben Lehrmittel oder dieselben sprechorientierten Methoden zum Einsatz kommen. Das obligatorische Sprachenlernen und die konkrete Qualität des Unterrichts sind zwei unterschiedliche Fragen.

Warum ist das für ungarische Familien wichtig, die in die Schweiz ziehen?

Für ein aus Ungarn kommendes Kind ist der Englischunterricht nur ein Teil der sprachlichen Integration. Die Familie sollte die Unterrichtssprache der Schule, die zweite Landessprache und den Stellenwert des Englischen gemeinsam betrachten.

Wenn das Kind zuvor an einer ungarischen Schule Englisch gelernt hat, sollte man nicht automatisch davon ausgehen, dass es sich in der Schweiz beim Lernstoff auf demselben Stand befindet. Aufgrund des unterschiedlichen Lehrplans, der unterschiedlichen Sprachenfolge und der kantonalen Organisation muss die individuelle schulische Situation geklärt werden.

Für ungarische Familien ist es besonders hilfreich, drei Aspekte im Voraus zu bedenken:

  1. In welcher Sprache findet der tägliche Unterricht statt? Der Englischunterricht ersetzt nicht das Erlernen der lokalen Schulsprache, die auch für das Verständnis der übrigen Fächer entscheidend sein kann.

  1. Mit welchen Vorkenntnissen in Englisch kommt das Kind? Es empfiehlt sich, mit der Schule zu besprechen, wie die bisherigen Englischkenntnisse des Kindes in die Arbeit der örtlichen Klasse eingebunden werden.

  1. Welche Bildungswege stehen dem Kind offen? Der Sekundarstufe I, der Sekundarstufe II und der gymnasiale Bildungsweg können unterschiedlich ausgestaltet sein. Die Stellung der Sprachfächer sollte daher nicht isoliert, sondern als Teil des gesamten Bildungswegs betrachtet werden.

Vor dem Umzug sollte die betroffene Person neben dem Wohnkanton auch das Sprachprogramm der zuständigen Bezirksschule prüfen. Dies ist besonders wichtig, wenn die Familie eine weitere Ausbildung des Kindes auf Englisch ebenfalls als wichtigen Gesichtspunkt betrachtet.

Sind die Englischkenntnisse junger Menschen in der Schweiz tatsächlich schwächer als im internationalen Durchschnitt?

Diese Frage lässt sich nicht allein daraus einheitlich und für die ganze Schweiz beantworten, dass Englisch in der Schweiz obligatorisch gelernt wird. Die obligatorische Stellung eines Fachs bedeutet nicht, dass in jedem Kanton, jedem Schultyp und jeder Schülergruppe dieselben Ergebnisse erzielt werden.

Der EF English Proficiency Index (EF EPI) wird häufig erwähnt, wenn die Englischkenntnisse verschiedener Länder verglichen werden. Um die konkreten schulischen Englischkenntnisse eines Kindes einzuschätzen, liefern der Lehrplan, die Bewertungsgrundsätze und die bisherigen sprachlichen Erfahrungen des Kindes der Familie jedoch unmittelbarere Informationen.

Guter Englischunterricht kann mehrere voneinander unabhängige Fragen umfassen:

  • Welche Bedeutung hat die Sprechfertigkeit im Englischunterricht?

  • Wie werden schriftliche und mündliche Leistungen beurteilt?

  • Bestehen Möglichkeiten, Lernrückstände aufzuholen oder auf höherem Niveau zu arbeiten?

  • Wie wird damit umgegangen, wenn das Kind zuvor nach einem anderen Lehrplan Englisch gelernt hat?

  • In welchem Verhältnis steht Englisch zum Erlernen der zweiten Landessprache?

Bei der Einordnung der Antworten der Schule empfiehlt es sich, allgemeine nationale Vergleiche zu vermeiden. Im dezentralisierten Bildungssystem der Schweiz kann die Praxis einer konkreten Institution für den Alltag der Familie weitaus wichtiger sein.

Mit welchen Herausforderungen können Englischlehrpersonen an öffentlichen Schulen konfrontiert sein?

Die Qualität des Englischunterrichts wird nicht nur durch den Lehrplan und die Anzahl der Unterrichtsstunden beeinflusst, sondern auch durch das Aufgabengebiet der Lehrpersonen. Es kommt vor, dass Englischlehrpersonen zusätzlich andere Fächer, etwa Deutsch, unterrichten.

Einige Berichte bringen dies mitunter mit methodischer Unflexibilität oder Defiziten bei der Aussprache in Verbindung. Das bedeutet nicht, dass ein solches Problem an jeder Schule oder bei jeder Lehrperson besteht, rechtfertigt jedoch, dass Eltern konkrete Fragen zur Unterrichtspraxis stellen.

Der frühe Fremdsprachenunterricht ist in der Schweiz auch Gegenstand bildungspolitischer Debatten. Die FDP und einige kantonale Initiativen schlugen vor, den frühen Fremdsprachenunterricht in der Primarschule abzuschaffen, und brachten vor, dass der Spracherwerb auf der Sekundarstufe I beginnen solle.

Zu den Begründungen für diese Vorschläge gehörte, dass der frühe Sprachunterricht Kinder überfordern und die Kompetenzen in der Muttersprache beeinträchtigen könne. Die Debatte zeigt bereits, dass die Stellung des Englischen in der Schule keine abschließend geklärte und einheitlich behandelte Frage ist.

Welche Informationen sollten Sie bei der Schule erfragen?

Bei der Kontaktaufnahme mit der Schule empfiehlt es sich, schriftlich oder in einem persönlichen Gespräch eine kurze, konkrete Fragenliste zu verwenden. So kann die Familie auf Grundlage von Informationen entscheiden, die sich auf die Situation des eigenen Kindes beziehen, statt sich auf allgemeine Eindrücke zu stützen.

  1. Welcher Lehrplan gilt für den Englischunterricht? Fragen Sie, ob die Schule den Lehrplan 21, den Plan d’études romand (PER) oder einen anderen lokalen Rahmen für die Organisation des Sprachunterrichts verwendet.

  1. Wie verteilen sich der Englischunterricht und das Lernen der zweiten Landessprache? Beide Fremdsprachen sind obligatorisch, doch die lokale Reihenfolge der Sprachen und die Organisation sind für die Familie wichtige praktische Fragen.

  1. Wie viele Englischlektionen stehen aktuell im Stundenplan des Kindes? Die Anzahl der Lektionen sollte nicht anhand einer gesamtschweizerischen Regelung, sondern direkt bei der betreffenden Schule erfragt werden.

  1. Wie wird die Englischkompetenz eines neu eintretenden Kindes beurteilt? Dies ist besonders wichtig, wenn das Kind in Ungarn bereits mehrere Jahre Englisch gelernt hat.

  1. Welche Unterstützung erhält ein Kind bei unterschiedlichen Vorkenntnissen? Die Frage kann sich auf Aufholangebote, die Einteilung in Gruppen oder die Möglichkeit beziehen, auf einem höheren Niveau weiterzulernen.

  1. Welchen Anteil nimmt die mündliche Kommunikation im Englischunterricht ein? Das hilft zu verstehen, welche sprachlichen Fähigkeiten die Schule in den Vordergrund stellt.

  1. Wer unterrichtet Englisch, und unterrichtet diese Person auch andere Fächer? Bei dieser Frage geht es nicht darum, die Lehrperson zu beurteilen, sondern darum, die Organisation des Unterrichts besser zu verstehen.

Quellen

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Kurz gesagt

In der Schweiz ist Englisch eine von zwei obligatorischen Fremdsprachen. Es gibt jedoch keinen landesweit einheitlichen Lehrplan, keine einheitliche Stundenzahl und keine einheitliche Methodik für den Englischunterricht. Die konkrete Unterrichtspraxis kann je nach Kanton, Schultyp und Programm der jeweiligen Schule unterschiedlich sein.

Wichtige Punkte

  • Gemäss der EDK-Sprachenstrategie müssen während der obligatorischen Schulzeit Englisch und eine zweite Landessprache gelernt werden.
  • Die Zahl der Englischlektionen ist in der Schweiz nicht einheitlich: Darüber entscheiden die Kantone in eigener Zuständigkeit.
  • In den deutschsprachigen Regionen kann der Lehrplan 21, in der französischsprachigen Schweiz der Plan d’études romand (PER) einen wichtigen curricularen Rahmen bilden.
  • Der obligatorische Englischunterricht allein sagt nichts darüber aus, mit welchen Methoden unterrichtet wird oder welche Ergebnisse die Schülerinnen und Schüler erzielen.
  • Bei einem Umzug empfiehlt es sich, die Unterrichtssprache der Schule, ihr Sprachprogramm sowie die Erhebung des Kenntnisstands neu zugezogener Kinder zu klären.

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