Dritte Säule in der Schweiz: Welche Fehler sollten Sie vermeiden?
Die dritte Säule reduziert die Steuerlast durch Steuervorteile und ergänzt die Schweizer Altersvorsorge. Wir zeigen die häufigsten Fehler und Entscheidungskriterien.
Was ist die dritte Säule und warum ist sie für in der Schweiz lebende Ungarn wichtig?
Das Schweizer Rentensystem beruht auf drei Säulen. Die erste Säule ist die staatliche Altersversicherung (AHV/AVS — Alters- und Hinterlassenenversicherung), die die Grundversorgung bietet. Die zweite Säule ist die berufliche Vorsorge (berufliche Vorsorge / BVG — Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge), in die Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam einzahlen. Die dritte Säule ist die individuelle, freiwillige Sparform.
Nach Schätzungen der Schweizer Behörden decken die erste und zweite Säule zusammen etwa 60 Prozent des letzten Einkommens vor der Rente ab. Der verbleibende Teil — um 80–100 Prozent des Lebensstandards zu erreichen — sollte durch die dritte Säule ausgeglichen werden.
Warum ist dies besonders wichtig für Ungarn?
Als ungarischer Staatsbürger können Sie aufgrund des Abkommens über die Freizügigkeit von Personen zwischen der EU und der Schweiz (FZA — Freizügigkeitsabkommen, 1999) in der Schweiz arbeiten und haben unter denselben Bedingungen Zugang zur dritten Säule wie Schweizer Bürger. Allerdings gibt es einige Umstände, die Ungarn, die in der Schweiz leben, besonders betreffen:
Kürzere Schweizer Erwerbstätigkeit: Wer mit 40 Jahren in die Schweiz kommt, zahlt weniger Jahre in die AHV und BVG ein als eine Person, die ihr ganzes Leben dort verbringt. Die dritte Säule kann diesen Mangel teilweise ausgleichen.
Möglichkeit der Rückkehr: Wenn Sie die Schweiz endgültig verlassen und in die EU zurückkehren, ist die Auszahlung der gebundenen dritten Säule (3a) unter eingeschränkten Bedingungen möglich — dies erfordert Vorausplanung.
Deutsch-ungarisches Doppelbesteuerungsabkommen: Die Steuerpflicht bei der Auszahlung der dritten Säule richtet sich nach dem zwischen den beiden Ländern geltenden Abkommen (1981, mit Änderungen). Dies kann bei der Rückkehr zu einer komplexen Situation führen.
Dritte Säule 3a und 3b: Worin unterscheiden sie sich und welche sollten wir wählen?
Die dritte Säule existiert in zwei Formen. Der Unterschied ist nicht nur technisch — er bestimmt grundlegend die Flexibilität, den Steuervorteil und das Risiko.
Was ist die 3a-Säule (gebundene Sparform)?
Die 3a-Säule (gebundene Vorsorge) ist eine gesetzlich geregelte, steuerbegünstigte Form. Ihre Merkmale:
Jährliche Einzahlungsgrenze (2025): für Arbeitnehmer maximal 7 258 CHF pro Jahr. Für Selbstständige ohne zweite Säule ist der Betrag höher: 20 Prozent des Einkommens, aber maximal 36 288 CHF.
Steuervorteil: Der eingezahlte Betrag kann vollständig von der kantonalen und Bundeseinkommensteuer abgezogen werden.
Verfügbarkeit: Auf das Geld kann grundsätzlich erst 5 Jahre vor Erreichen des Rentenalters oder in bestimmten Ausnahmefällen (Immobilienkauf, Gründung einer Selbstständigkeit, endgültiger Wegzug ins Ausland, Invalidität) zugegriffen werden.
Produktformen: Bankkonto (Säule-3a-Konto) oder Versicherungspolice (Lebensversicherung mit Säule 3a).
Was ist die 3b-Säule (freie Sparform)?
Die 3b-Säule (freie Vorsorge) ist flexibler, aber ihr Steuervorteil ist viel begrenzter oder gar nicht vorhanden. Dazu gehören traditionelle Anlagekonten, Wertpapiere, Lebensversicherungen, Immobilien. Der Einzahlungsbetrag ist nicht begrenzt, auf das Geld kann jederzeit zugegriffen werden, aber der Steuerabzug ist in der Regel nicht geltend zu machen.
Welche sollte man wählen?
Die beiden Formen schließen sich nicht gegenseitig aus. Die meisten Finanzplaner empfehlen, zunächst den jährlichen Rahmen der 3a-Säule auszuschöpfen (wegen des Steuervorteilsvorteils) und erst dann freie Sparformen in 3b-Formen zu investieren. Dies hängt jedoch von der individuellen Situation ab — besonders wenn Sie einen kürzeren Aufenthalt in der Schweiz planen.
Welche sind die häufigsten Fehler im Zusammenhang mit der dritten Säule?
Fehler 1: Das Aufschieben des Anfangs
Die dritte Säule funktioniert nach dem Prinzip der Zinseszinsen: Je früher Sie beginnen, desto mehr Kapital häufen Sie an. Ein 30-Jähriger, der jährlich 7 000 CHF bei einer durchschnittlichen Rendite von 5 Prozent spart, sammelt bis zum 65. Lebensjahr knapp 650 000 CHF an. Wenn dieselbe Person erst mit 45 Jahren beginnt, sinkt der Betrag auf etwa 230 000 CHF — bei gleicher jährlicher Einzahlung.
In der Schweiz kann die 3a-Säule bereits bei Aufnahme der ersten Erwerbstätigkeit eröffnet werden, und die jährliche Einzahlung ist nicht obligatorisch — wenn Sie in einem Jahr nicht einzahlen können, wird das Konto nicht geschlossen, aber der fehlende Betrag kann im folgenden Jahr nicht nachgeholt werden.
Fehler 2: Der unkritische Kauf von Versicherungspolicen
Es gibt zwei Arten von 3a-Produkten auf dem Markt: Banksparkonto und Versicherungspolice. Versicherungsagenten empfehlen typischerweise die Police, da sie damit höhere Provisionen verdienen. Die Police bietet zwar Todesfalls- oder Invaliditätsschutz, hat aber erhebliche Nachteile:
Unflexibilität: die Anleihe kann in der Regel nicht vorzeitig gekündigt werden (oder nur mit großen Verlusten).
Hohe Kosten: in den ersten Jahren werden erhebliche Teile der Einzahlungen durch Verwaltungs- und Provisionskosten aufgezehrt.
Mangelnde Transparenz: die tatsächliche Rendite ist schwer mit Bankalternativen vergleichbar.
Das Bankkonto 3a (insbesondere die wertpapierbasierten, sogenannten Wertschriften-Säule-3a) ist in der Regel kostengünstiger und flexibler. Ein Vergleich vor der Entscheidung ist unerlässlich.
3. Fehler: Die Steuerersparnis nicht nutzen
Der greifbarste Vorteil der Säule 3a ist die sofortige Steuerersparnis. Wenn Sie im Kanton Zürich leben, und jährlich 7 258 CHF einzahlen, kann die Steuerersparnis — je nach Einkommen und kantonalen Steuersätzen — zwischen 1 500–2 500 CHF pro Jahr liegen. Dies ist keine Anlagerendite, sondern eine direkte Steuersenkung, ohne dass Sie ein Risiko eingehen müssen.
Viele wissen einfach nicht davon oder vergessen die jährliche Einzahlung. Die Frist ist jedes Jahr 31. Dezember — die Überweisung muss an diesem Tag eingegangen sein.
4. Fehler: Alle Ersparnisse auf einem Konto halten
In der Schweiz ist es möglich, gleichzeitig mehrere 3a-Konten zu eröffnen (bei verschiedenen Banken oder Versicherern), aber der jährliche Einzahlungsrahmen gilt insgesamt. Der Vorteil liegt darin, dass bei der Auszahlung — die ebenfalls ein steuerpflichtiges Ereignis ist — die verschiedenen Konten in verschiedenen Steuerjahren bezogen werden können, wodurch die progressive Steuerbelastung reduziert wird. Wenn Sie alles auf einem Konto sammeln, müssen Sie bei der Auszahlung die Steuer auf die gesamte Summe auf einmal zahlen.
5. Fehler: Das Rückkehrszenario ignorieren
Wenn Sie die Schweiz mit der Absicht verlassen, endgültig zu gehen, und in einen EU-Mitgliedstaat zurückkehren (einschließlich Ungarn), kann die Auszahlung der Säule 3a angefordert werden. Auf die ausgezahlte Summe wird in der Schweiz eine Quellensteuer (Quellensteuer) eingezogen, deren Satz je nach Kanton unterschiedlich ist (typischerweise 5–8 Prozent auf das Kapital, aber dieser Betrag hängt von der Höhe und dem Kanton ab). Darüber hinaus kann in Ungarn auch eine Steuerpflicht entstehen — auf der Grundlage des Doppelbesteuerungsabkommens kann eine Abrechnung zwischen den beiden Steuerbehörden erforderlich sein.
Welche Risiken sollten beachtet werden?
Inflationsrisiko
Die Zinsen auf traditionellen Bankkonten 3a liegen 2024–2025 typischerweise bei 0,5–1,5 Prozent (je nach Bank unterschiedlich). Wenn die Inflation höher ist — was in den letzten Jahren vorgekommen ist —, ist die Realrendite negativ. Wertpapierbasierten 3a-Konten (Aktienfonds) bieten höhere langfristige Renditen, aber mit größeren Schwankungen über kürzere Zeithorizonte.
Währungsrisiko
Die Säule 3a ist in CHF denominiert. Wenn Sie langfristig planen, nach Ungarn zurückzukehren, und die Ersparnisse in Forint verwenden möchten, beeinflusst die CHF/HUF-Wechselkursbewegung den realen Wert erheblich. Dies ist nicht unbedingt ein Nachteil (der Franken ist historisch eine starke Währung), aber ein unvorhersehbarer Faktor.
Versicherungsfallen
Bei Produkten der Säule 3a in Kombination mit Lebensversicherung sollten Sie besonders darauf achten, dass:
Der Versicherungsschutz (z. B. Todesfallleistung) und die Sparkomponente separat bepreist werden — die Kombination der beiden ist nicht immer vorteilhaft.
Bei Kündigung der Anleihe kann der Rückkaufswert (Rückkaufswert) in den ersten 5–10 Jahren erheblich unter der eingezahlten Summe liegen.
Der Unterschied zwischen garantierter Rendite und tatsächlicher Rendite ist oft nicht klar aus dem Vertrag ersichtlich.
Zinsänderungsrisiko
Bei festverzinslichen Versicherungsprodukten kann die Fixierung des aktuellen niedrigen Zinsniveaus langfristig nachteilig sein, wenn die Marktzinsen steigen. Die Zinsen auf Bankkonten 3a folgen den Marktbewegungen in der Regel flexibler.
Welche Steuervergünstigung bedeutet die dritte Säule 2024–2025?
Der in die Säule 3a eingezahlte Betrag ist vollständig abzugsfähig von der Schweizer Bundessteuer (direkte Bundessteuer) und der kantonalen Einkommensteuer. Der Abzug stellt die tatsächliche Steuerersparnis dar, nicht eine Rückerstattung — das heißt, er reduziert die Steuerbasis, nicht die Steuer direkt.
Einzahlungsgrenzen 2025: | Kategorie | Maximale jährliche Einzahlung | |---|---| | Arbeitnehmer (mit 2. Säule) | 7 258 CHF | | Selbstständiger (ohne 2. Säule) | 20 % des Einkommens, max. 36 288 CHF |
Die tatsächliche Steuerersparnis hängt ab von:
dem Einkommen (höheres Einkommen → höherer Grenzsteuersatz → größere Ersparnis),
dem Wohnkanton (die kantonalen Steuersätze unterscheiden sich erheblich — in den Kantonen Zug und Schwyz sind sie niedriger, in Genf und Vaud höher),
vom Zivilstand und der Anzahl der Kinder.
Wichtig: Bei der Auszahlung der Säule 3a ist der Betrag steuerpflichtig, unterliegt aber einem günstigen, separaten Steuersatz (getrennte Besteuerung). Dieser ist in der Regel deutlich niedriger als die normale Einkommenssteuer — deshalb lohnt sich die aufgeschobene Besteuerung.
Wie funktioniert die dritte Säule zusammen mit der AHV/AVS und der zweiten Säule?
Die drei Säulen ergänzen sich gegenseitig, ersetzen sich aber nicht.
AHV/AVS (erste Säule): obligatorisch, wird während des Arbeitsverhältnisses automatisch abgezogen. Die maximale Altersrente 2025 für Einzelne beträgt monatlich 2 450 CHF, für Paare 3 675 CHF (das gesetzliche Maximum). Der tatsächliche Betrag hängt von der Anzahl der Beitragsjahre ab — wenn Sie nur 20 Jahre in der Schweiz verbringen, ist Ihre AHV/AVS-Rente proportional niedriger.
BVG (zweite Säule): wird gemeinsam von Arbeitgeber und Arbeitnehmer finanziert. Das angesammelte Kapital kann als Rente (Annuität) oder — unter bestimmten Bedingungen — als Einmalzahlung bezogen werden. Als Ungar können Sie, wenn Sie die Schweiz endgültig verlassen, einen Teil des BVG-Kapitals ebenfalls auszahlen lassen.
Dritte Säule: diese kontrollieren Sie selbst. Sie ergänzt die ersten beiden Säulen flexibel, besonders wenn das Arbeitsverhältnis in der Schweiz kürzer ist oder die Rendite der zweiten Säule niedrig ausfällt.
Das gemeinsame Ziel der drei Säulen ist es, beim Erreichen des Rentenalters mindestens 60–80 Prozent des früheren Einkommens zu decken. Ohne die dritte Säule ist dieses Ziel in vielen Fällen nicht erreichbar.
Praktische Entscheidungsschritte: wann, wie und was wählen wir?
Schritt 1: Wann sollten wir ein Säule-3a-Konto eröffnen?
Je früher, desto besser. Das Säule-3a-Konto kann mit Beginn des ersten Arbeitsverhältnisses in der Schweiz eröffnet werden, vorausgesetzt, Sie haben AHV/AVS-pflichtiges Einkommen. Es ist nicht notwendig, sofort den maximalen Betrag einzuzahlen — Sie können auch mit 1 000 CHF pro Jahr beginnen.
Schritt 2: Bankkonto oder Versicherungspolice?
Für den Vergleich sollten Sie folgende Punkte prüfen:
die Gesamtkosten (TER — Total Expense Ratio bei Fonds, Verwaltungsgebühren bei Versicherern),
die Flexibilität (Kündigbarkeit, Möglichkeit von Teilauszahlungen),
das Renditepotenzial (Aktienquote, historische Wertentwicklung),
die Notwendigkeit von Versicherungsschutz (wenn Sie Kinder oder Unterhaltsberechtigte haben, kann die Todesfallleistung relevant sein).
Schritt 3: Wie viele Konten sollten wir eröffnen?
Wenn Sie einen längeren Aufenthalt in der Schweiz planen, lohnt es sich, die Ersparnisse bereits von Anfang an auf 2–5 verschiedene Konten zu verteilen. Dies ermöglicht eine Steueroptimierung bei der Auszahlung.
Schritt 4: Wie planen wir die Auszahlung?
Die Auszahlung der Säule 3a kann frühestens 5 Jahre vor dem gesetzlichen Rentenalter beantragt werden (2025 beträgt das Rentenalter für Frauen 64 und für Männer 65 Jahre). Die Auszahlung ist steuerpflichtig, unterliegt aber einem günstigen Steuersatz. Wenn Sie mehrere Konten haben, können Sie diese in verschiedenen Steuerjahren abheben und so die Steuerlast senken.
Quellen
Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV): https://www.bsv.admin.ch/
ch.ch — das offizielle Informationsportal der Schweizer Behörden: https://www.ch.ch/en/
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Kurz gesagt
Die Schweizer dritte Säule ist die private Altersvorsorge, die nach der ersten und zweiten Säule notwendig ist, um den Lebensstandard zu sichern. Die Form 3a (gebundene Vorsorge) bietet Steuervergünstigungen, ist aber mit eingeschränktem Zugriff verbunden, während 3b (freie Vorsorge) flexibel ist, aber ohne Steuerbefreiung. Häufige Fehler sind Aufschieben, unkritischer Kauf von Versicherungspolicen, Nichtnutzung von Steuervergünstigungen und Vernachlässigung von Rückkehrszenarien.
Wichtige Punkte
- Eröffnen Sie ein 3a-Konto beim Beginn Ihres ersten Schweizer Arbeitsverhältnisses, auch wenn Sie nur mit 1 000 CHF jährlich beginnen — wegen des Zinseszinseffekts ist ein früher Start entscheidend.
- Maximieren Sie die Steuervergünstigung, indem Sie zunächst den jährlichen Rahmen der 3a-Säule ausschöpfen (2025: 7 258 CHF für Arbeitnehmer), und wenden Sie sich erst danach der freien 3b-Vorsorge zu.
- Vergleichen Sie das Bankkonto 3a und die Versicherungspolice anhand der Gesamtkosten, Flexibilität und Renditepotenzialen — vermeiden Sie interessengeleitete Empfehlungen von Versicherungsagenten.
- Eröffnen Sie 2–5 verschiedene 3a-Konten, um bei der Auszahlung (im Rentenalter) die Steuerlast durch den Vorteil des separaten Steuersatzes zu senken.
- Planen Sie Ihr Rückkehrszenario im Voraus: Bei der Auszahlung der 3a-Säule fällt in der Schweiz eine Quellensteuer (5–8%) an, und in Ungarn kann eine Steuerpflicht gemäss Doppelbesteuerungsabkommen entstehen.
- Beachten Sie Inflations- und Währungsrisiken — traditionelle Bankkonten bieten 0,5–1,5% Zinsen, was zu negativen Realrenditen führen kann; wertpapiergestützte Konten bieten höhere langfristige Renditen, aber grössere Volatilität.
Häufige Fragen
Wie viel kann man jährlich in die 3a-Säule einzahlen?
2025 können Arbeitnehmer maximal 7 258 CHF pro Jahr einzahlen, Selbstständige (ohne zweite Säule) 20 Prozent des Einkommens, höchstens 36 288 CHF. Die Einzahlung ist nicht obligatorisch, aber fehlende Beträge können im nächsten Jahr nicht nachgeholt werden.
Wie hoch ist die Steuervergünstigung bei Einzahlungen in die 3a-Säule?
Der eingezahlte Betrag ist vollständig von der Bundes- und Kantonseinkommensteuer abzugsfähig. Die tatsächliche Steuerersparnis hängt vom Einkommen und dem Wohnkanton ab — beispielsweise kann eine jährliche Einzahlung von 7 258 CHF im Kanton Zürich eine Steuerersparnis von 1 500–2 500 CHF bedeuten.
Wann kann auf das Geld der 3a-Säule zugegriffen werden?
Grundsätzlich erst 5 Jahre vor dem Rentenalter. In Ausnahmefällen ist jedoch eine frühere Auszahlung möglich: beim Kauf von Immobilien, bei Gründung einer Selbstständigkeit, bei definitiver Ausreise ins Ausland oder bei Invalidität.
Was ist der Unterschied zwischen der 3a- und 3b-Säule?
Die 3a ist gebundene Vorsorge, steuerbegünstigt, aber mit eingeschränktem Zugriff. Die 3b ist freie Vorsorge, flexibel und jederzeit verfügbar, aber ohne Steuerabzug. Die meisten Planer empfehlen, zunächst den 3a-Rahmen auszuschöpfen und dann zur 3b überzugehen.
Welche Steuern fallen bei der Auszahlung der 3a-Säule an?
Der ausgezahlte Betrag wird mit einem günstigen, separaten Steuersatz besteuert, der normalerweise deutlich unter der normalen Einkommensteuer liegt. Bei Rückkehr fällt in der Schweiz eine Quellensteuer (5–8%) an, und in Ungarn kann gemäss Doppelbesteuerungsabkommen eine Steuerpflicht entstehen.
Lohnt sich eine Versicherungspolice gegenüber einem Bankkonto?
Die Versicherungspolice bietet Todesfalls- oder Invaliditätsschutz, ist aber unflexibel, mit hohen Kosten und niedriger Rückkaufswert in den ersten Jahren. Das Bankkonto 3a ist in der Regel kostengünstiger und flexibler — ein Vergleich vor der Entscheidung ist unerlässlich.
Wie viele 3a-Konten kann man gleichzeitig eröffnen?
Man kann mehrere Konten bei verschiedenen Banken oder Versicherern eröffnen, aber der jährliche Einzahlungsrahmen gilt insgesamt. Der Vorteil mehrerer Konten liegt darin, dass bei der Auszahlung die Steuerlast durch den Vorteil des separaten Steuersatzes gesenkt werden kann.
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