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Bern und Umgebung

Was muss man als ungarischer Staatsbürger über einen Umzug nach Bern wissen?

Als ungarischer Staatsbürger ist ein Umzug nach Bern auf Grundlage des EU-Rechts möglich. Ein Leitfaden zu Bewilligungen, Anmeldung, Wohnen, Krankenversicherung und Lebenshaltungskosten im Jahr 2026.

10 Min. LesezeitZuletzt geprüft: 3.7.2026Kostenlos

Bern und die Zentralschweiz: In welche Region zieht man, wenn man hierherzieht?

Bern nimmt eine Doppelrolle ein: Es ist zugleich die Schweizer Bundesstadt und Sitz des Kantons Bern. Hier befinden sich die Bundesinstitutionen (Parlament, Bundesrat, ein Teil der Bundesgerichte), was einen stabilen Arbeitsmarkt im Verwaltungs- und Diplomatiebereich schafft.

Die Stadt zählt rund 140 000 Einwohner, die größere Agglomeration (Region Bern-Mittelland) liegt bei über 400 000 Einwohnern. Administrativ besteht der Kanton Bern aus 352 Gemeinden; das Kantonsgebiet ist weitläufig und reicht vom Alpenvorland bis zum Jura.

Wichtige Unterscheidung: „Zentralschweiz" bezeichnet im Schweizer Sprachgebrauch in der Regel die Kantone Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Luzern und Zug — diese gehören nicht zum Kanton Bern. Bern gehört zur Region Mittelland und teilweise zum Alpenvorland. Wer nach Luzern oder Zug ziehen möchte, durchläuft ähnliche Verfahren, jedoch unterscheiden sich die kantonalen Steuersätze und die Prämien der Krankenversicherung.

Die Amtssprache der Region ist Deutsch (mit Berndeutsch-Dialekt), im Südwesten des Kantons (Berner Jura, Biel/Bienne) wird auch Französisch verwendet. Für den Alltag genügt Standarddeutsch (Hochdeutsch), doch die Kenntnis des lokalen Dialekts erleichtert die soziale Integration erheblich.


Wie laufen Aufenthaltsbewilligung und Anmeldung als ungarischer Staatsbürger ab?

Wie ist die rechtliche Ausgangslage?

Ungarn ist EU-Mitgliedstaat, daher können ungarische Staatsbürger sich in der Schweiz aufhalten und arbeiten, gestützt auf das FZA. In der Praxis bedeutet das: Es ist kein Visum und keine Arbeitsbewilligung im Voraus erforderlich — die Bewilligung wird nach der Ankunft bei der zuständigen Behörde beantragt.

Wie sehen die konkreten Schritte der Anmeldung aus?

  1. Anmeldung bei der Einwohnergemeinde (beim Einwohnerregisteramt der Wohngemeinde) — innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft ist dies obligatorisch.

  2. Erforderliche Dokumente (in der Regel):

- gültiger Reisepass oder Personalausweis - Arbeitsvertrag (wenn Sie als Arbeitnehmer kommen) oder Nachweis der finanziellen Mittel (wenn Sie nicht als Arbeitnehmer kommen) - Mietvertrag oder Wohnsitzbestätigung - ausgefülltes Anmeldeformular (von der Website der jeweiligen Gemeinde herunterladbar)

  1. Ausländerausweis B (B-Bewilligung): Die Gemeinde übermittelt die Anmeldedaten an die kantonale Migrationsbehörde (Migrationsdienst des Kantons Bern). Die Bewilligung wird per Post zugestellt, in der Regel innerhalb weniger Wochen.

  2. Gültigkeit der B-Bewilligung für EU-Arbeitnehmer: 5 Jahre (verlängerbar). Bei kürzerem Aufenthalt kann eine L-Bewilligung (Kurzaufenthaltsbewilligung) ausgestellt werden.

Wichtiger Unterschied: Die L-Bewilligung (Ausländerausweis L) gilt für einen Aufenthalt von höchstens 364 Tagen und ist nicht mit der B-Bewilligung identisch. Wenn Ihr Arbeitsvertrag unbefristet ist oder mindestens ein Jahr läuft, haben Sie Anspruch auf eine B-Bewilligung.

Auf der Website des Migrationsdienstes des Kantons Bern (www.be.ch/migration) sind die aktuellen Formulare und Verfahrensbeschreibungen verfügbar.

Wie sieht es mit der ungarischen Sozialversicherung und dem OEP aus?

Bei einem Umzug in die Schweiz endet das ungarische Sozialversicherungsverhältnis. Beim OEP (Nemzeti Egészségbiztosítási Alapkezelő) muss die Auswanderung gemeldet werden, und die Gültigkeit der TAJ-Karte wird ausgesetzt. Bei einer Rückkehr nach Ungarn ist eine erneute Anmeldung möglich. In der Schweiz ist die Krankenversicherung obligatorisch und läuft über private Versicherer (siehe Abschnitt Krankenversicherung).


Wie ist der Arbeitsmarkt in Bern?

Welche sind die wichtigsten Beschäftigungssektoren?

Die Wirtschaftsstruktur Berns ist um Verwaltung, Diplomatie und internationale Organisationen herum aufgebaut, doch auch der Gesundheits- und Bildungssektor ist stark (Universität Bern, Spitalkomplex Inselspital). Der Technologie- und Industriesektor ist weniger dominant als in Zürich oder Basel.

Hauptarbeitgeber und Sektoren:

  • Bundesverwaltung (Bundesverwaltung): Der Großteil der Stellen der Bundesverwaltung konzentriert sich in Bern.

  • Gesundheitswesen: das Inselspital (Universitätsspital Bern) ist einer der größten Arbeitgeber des Landes.

  • Bildung und Forschung: Universität Bern, Berner Fachhochschule (BFH).

  • Finanzsektor und Versicherungen: kleiner als in Zürich, aber vorhanden.

  • Handel und Dienstleistungen: regionale Zentren von Migros, Coop und anderen großen Einzelhandelsketten.

Mit welchen Löhnen kann man rechnen?

In der Schweiz gibt es keinen einheitlichen bundesweiten Mindestlohn (in einigen Kantonen gibt es einen kantonalen Mindestlohn — im Kanton Bern wurde er 2023 eingeführt, Höhe ⚠️ EMBERI ELLENŐRZÉS SZÜKSÉGES). Die Bruttodurchschnittslöhne unterscheiden sich je nach Beruf und Qualifikationsniveau erheblich.

Orientierende Bruttomonatslöhne in Bern (auf Basis von Daten 2024–2025, nach den Datensätzen des Bundesamts für Statistik / BFS):

Berufsfeld

Orientierender Bruttomonatslohn (CHF)

Administrative, Büro-Tätigkeit

4 500 – 6 500

Pflegefachperson

5 500 – 7 500

Ingenieur, IT-Fachperson

7 000 – 11 000

Lehrperson (öffentliche Schule)

6 500 – 9 000

Handel, Gastronomie

3 800 – 5 200

Der Nettolohn ergibt sich nach Abzug der obligatorischen Beiträge vom Bruttolohn (AHV/AVS, IV, ALV, zweite Säule / berufliche Vorsorge / BVG). Diese belaufen sich in der Regel auf 12–15% des Bruttolohns (Arbeitnehmeranteil). Die Quellensteuer betrifft Personen ohne C-Bewilligung (Niederlassungsbewilligung) mit einem Jahreseinkommen von über 120 000 CHF oder Personen, die vom Kanton dazu verpflichtet werden.

Muss das ungarische Diplom anerkannt werden?

Bei reglementierten Berufen (Arzt, Zahnarzt, Apotheker, Jurist, in bestimmten Bereichen Ingenieur) ist die Anerkennung des ausländischen Diploms obligatorisch. Zuständig ist das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation / SBFI bei EU-Diplomen. Das Verfahren ist zeitaufwendig (es kann mehrere Monate dauern), daher empfiehlt es sich, es noch vor dem Umzug zu beginnen.


Wie ist die Wohnsituation in Bern?

Wie viel kostet eine Mietwohnung?

Der Mietmarkt in Bern ist angespannt, aber im Vergleich zu Zürich und Genève etwas erschwinglicher. Auf Basis der Marktdaten 2024–2025 liegen die orientierenden Mietpreise (Nettomiete, ohne Nebenkosten) bei:

Wohnungstyp

Informative monatliche Miete (CHF)

1-Zimmer- (1,5–2-Zimmer-) Wohnung

1 400 – 2 000

2-Zimmer- (2,5-Zimmer-) Wohnung

1 800 – 2 600

3-Zimmer- (3,5-Zimmer-) Wohnung

2 400 – 3 400

4-Zimmer- (4,5-Zimmer-) Wohnung

3 000 – 4 500+

Die Schweizer Zimmerzählung erfolgt nach Schweizer Konvention: Eine „2,5-Zimmer"-Wohnung (Zimmer) bedeutet ein Schlafzimmer, ein Wohnzimmer und ein halbes Zimmer (typischerweise Küche oder Bad) — und entspricht nicht dem ungarischen Verständnis von „2 Zimmern".

Wie sollte man am besten eine Wohnung suchen?

Zu den am häufigsten genutzten Immobilienportalen gehören Homegate (homegate.ch), ImmoScout24 (immoscout24.ch) und Comparis (comparis.ch). Die städtische Liegenschaftsverwaltung der Stadt Bern verwaltet auch Sozialwohnungen, allerdings sind die Wartelisten lang.

Praktische Aspekte:

  • Schweizer Vermieter verlangen in der Regel eine Kaution in Höhe von 3 Monatsmieten (Mietkaution), die auf ein gesperrtes Bankkonto einzuzahlen ist.

  • Referenzen (vom früheren Vermieter oder Arbeitgeber) sowie ein Schweizer Lohnausweis erhöhen die Chancen.

  • Für Neuankömmlinge sind Hotel, Apartment oder Untermiete in den ersten Wochen eine realistische Übergangslösung, bis eine dauerhafte Mietwohnung gefunden ist.

  • In den Agglomerationsgemeinden (Köniz, Ostermundigen, Münsingen, Thun) können die Preise 10–20 % niedriger sein, bei guter Verkehrsanbindung an Bern.


Wie sieht der Verkehr und die Infrastruktur aus?

Bern ist einer der Knotenpunkte des Schweizer Schienennetzes. Innerhalb der Stadt verkehren Tram und Bus; den regionalen Verkehr sichern die Bahnlinien Bern–Solothurn und Bern–Fribourg sowie das Netz von BLS und SBB.

Wichtige Fahrzeiten ab Bern:

  • Zürich: ca. 58 Minuten (mit IC-Zug)

  • Basel: ca. 55–65 Minuten

  • Genf: ca. 1 Stunde 45 Minuten

  • Luzern: ca. 1 Stunde 10 Minuten

Der Kauf eines lokalen Abonnements (Generalabonnement / GA oder Halbtax-Abonnement / Halbtax) lohnt sich bei einem längeren Aufenthalt. Die Jahresgebühr für die Halbtax-Karte beträgt ca. 185–190 CHF (⚠️ MENSCHLICHE PRÜFUNG ERFORDERLICH: aktueller Preis für 2026), und sie halbiert die meisten Fahrpreise.

Die Nutzung des Autos ist möglich, aber im Stadtzentrum sind Parkplätze teuer und knapp. Bei einem längeren Aufenthalt kann es erforderlich sein, einen Schweizer Führerausweis zu erwerben oder einen ausländischen Führerausweis umzuschreiben (ein EU-Führerausweis ist in der Schweiz 12 Monate gültig, danach muss er in einen Schweizer Führerausweis umgetauscht werden).


Krankenversicherung und soziale Leistungen in Bern (Stand 2026)

Ist eine Krankenversicherung obligatorisch?

Ja. In der Schweiz muss jede in der Schweiz wohnhafte Person eine obligatorische Grundversicherung (Grundversicherung / KVG – Krankenversicherungsgesetz) abschließen. Innerhalb von 3 Monaten nach der Anmeldung muss eine Versicherung gewählt werden; der Versicherungsschutz gilt rückwirkend ab dem Tag der Anmeldung.

Wie viel kostet die Krankenversicherung im Kanton Bern?

Die KVG-Prämie (Prämie) variiert je nach Kanton und Versicherer und ändert sich jährlich. Der Kanton Bern liegt innerhalb der Schweiz im mittleren bis höheren Prämienbereich.

⚠️ MENSCHLICHE PRÜFUNG ERFORDERLICH: Die jährlichen KVG-Prämien 2026 werden vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) jeweils im Oktober für das Folgejahr bekanntgegeben. Die aktuellen Durchschnittsprämien für Bern müssen vor der Veröffentlichung auf bag.admin.ch überprüft werden.

Orientierende monatliche Prämienbandbreiten für Erwachsene im Kanton Bern auf Basis von Daten aus 2024 (Standardmodell, bei einer Franchise von 300 CHF/Jahr): je nach Versicherer und Modell ca. 420–550 CHF/Monat. Mit einer höheren Franchise (max. 2 500 CHF/Jahr) lässt sich die Monatsprämie senken.

Zum Vergleich der Versicherer können Comparis (comparis.ch) und das Priminfo-Tool (priminfo.admin.ch) verwendet werden.

Was gehört noch zum Sozialversicherungssystem?

  • AHV/AVS (Alters- und Hinterlassenenversicherung): obligatorisch, wird automatisch vom Lohn abgezogen (Arbeitnehmeranteil: 5,3 % des Bruttolohns, Stand 2025 — ⚠️ MENSCHLICHE PRÜFUNG ERFORDERLICH für 2026).

  • Zweite Säule (berufliche Vorsorge / BVG): obligatorische Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge an die Pensionskasse des Arbeitgebers, sofern der Jahreslohn die Eintrittsschwelle übersteigt (2025 ca. 22 050 CHF — ⚠️ MENSCHLICHE PRÜFUNG ERFORDERLICH).

  • Arbeitslosenversicherung (Arbeitslosenversicherung / ALV): obligatorisch, Arbeitnehmeranteil: 1,1 % des Bruttolohns bis 148 200 CHF (⚠️ MENSCHLICHE PRÜFUNG ERFORDERLICH für 2026).

  • Unfallversicherung (SUVA oder Privatversicherer): obligatorisch über den Arbeitgeber.

Ungarisch-schweizerische Rentenkoordination: Zwischen der Schweiz und Ungarn besteht ein Sozialversicherungsabkommen, das unter bestimmten Voraussetzungen die Zusammenrechnung von Versicherungszeiten aus beiden Ländern für Rentenansprüche ermöglicht. Die Details fallen in die Zuständigkeit der Magyar Államkincstár (ONYF jogutódja) und der AHV-Behörde (Zentrale Ausgleichsstelle / ZAS).


Bildung und Kinderbetreuung in Bern

Wie funktioniert das Schulsystem?

Im Kanton Bern ist die Bildung in der Volksschule, also in der Primar- und Sekundarstufe, obligatorisch und kostenlos (1.–9. Klasse). Der Schuleintritt beginnt mit 4 Jahren (zweijähriger Kindergarten, der obligatorisch ist). Die Unterrichtssprache ist Deutsch.

Die Einschulung ausländischer Kinder wird vom Schulamt der zuständigen Gemeinde organisiert. In der Regel geht ihr eine Einstufung voraus; falls nötig, folgt zunächst eine Aufnahmeklasse oder ein Intensivkurs Deutsch, bevor das Kind in die Regelklasse wechselt.

Gibt es Unterricht auf Ungarisch?

In Bern und der Region lebt eine kleinere ungarische Gemeinschaft; verlässliche öffentliche Informationen über eine ungarische Wochenendschule oder ein regelmäßiges ungarischsprachiges Bildungsangebot liegen nicht vor (⚠️ MENSCHLICHE PRÜFUNG ERFORDERLICH: aktuelle gemeinschaftliche Initiativen). In Zürich und Genf gibt es besser organisierte ungarische Bildungsangebote innerhalb der Gemeinschaft.

Wie ist die Situation bei Krippe und Tagesbetreuung?

Die Nutzung von Krippe und Tagesschule / Mittagstisch ist kostenpflichtig; die Gebühren können durch einkommensabhängige Subventionen reduziert werden. In der Stadt Bern ist die Nachfrage nach Krippenplätzen hoch; eine Anmeldung auf die Warteliste sollte möglichst früh erfolgen (sogar schon vor der Geburt des Kindes).


Lebenshaltungskosten und Steuern in Bern

Wie hoch sind die monatlichen Lebenshaltungskosten?

Die folgende Schätzung bezieht sich auf einen alleinstehenden Erwachsenen in der Stadt Bern (auf Basis von Daten aus 2024–2025, Näherungswerte):

Ausgabenposten

Orientierender Monatsbetrag (CHF)

Miete (2,5-Zimmer-Wohnung, netto)

1 800 – 2 400

Krankenversicherung (KVG)

420 – 550

Lebensmittel, Haushalt

600 – 900

Öffentlicher Verkehr (lokales Abo)

80 – 120

Telefon, Internet

60 – 100

Sonstiges (Kleidung, Freizeit usw.)

300 – 600

Gesamt (geschätzt)

~3 260 – 4 670

Dieser Betrag enthält keine Steuern (falls quellensteuerpflichtig), keine Ersparnisse, keinen Versicherungs-Selbstbehalt und keine ausserordentlichen Ausgaben.

Wie wird in Bern besteuert?

In der Schweiz erfolgt die Besteuerung auf drei Ebenen: auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene. Die Steuerbelastung im Kanton Bern liegt ungefähr im Schweizer Durchschnitt — er gehört weder zu den steuerlich günstigsten Kantonen (Zug, Schwyz) noch zu den teuersten (Genf, Jura).

Die effektive Steuerbelastung wird durch das steuerbare Einkommen, die Wohngemeinde, den Zivilstand und die abzugsfähigen Positionen (Versicherungen, Einzahlungen in die zweite Säule, Berufsauslagen) gemeinsam bestimmt. Eine Orientierung bietet der Steuerrechner des Bundes (estv.admin.ch).

EU-Staatsangehörige ohne C-Bewilligung zahlen die Steuer in Form der Quellensteuer (Quellensteuer): Der Arbeitgeber zieht sie direkt vom Lohn ab und überweist sie an die Steuerbehörde. Das vereinfacht die Steuererklärung, ist aber nicht immer optimal (einige Abzüge können nur auf gesonderten Antrag geltend gemacht werden).


Quellen

Verwandte Artikel

Kurz gesagt

Bern ist die Bundesstadt der Schweiz, in der Verwaltung, Gesundheitswesen und Bildung die wichtigsten Arbeitsmarktbereiche bilden. Als ungarischer Staatsbürger können Sie aufgrund der EU-Regelungen ohne Visum einreisen, müssen sich jedoch innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft anmelden und innerhalb von 3 Monaten eine obligatorische Schweizer Grundversicherung abschließen. Die Lebenshaltungskosten für eine alleinstehende erwachsene Person liegen bei rund 3 260–4 670 CHF pro Monat, weshalb Sie vor dem Umzug Lohn, Wohnkosten und Versicherungskosten gemeinsam berücksichtigen sollten.

Wichtige Punkte

  • Innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft müssen Sie sich bei der Einwohnergemeinde anmelden und die erforderlichen Unterlagen vorbereiten.
  • Bei einem unbefristeten oder mindestens einjährigen Arbeitsvertrag kann in der Regel eine B-Bewilligung beantragt werden; bei kürzerem Aufenthalt kann eine L-Bewilligung ausgestellt werden.
  • Mit dem Umzug in die Schweiz endet die ungarische Sozialversicherungszugehörigkeit, daher muss der Wegzug ins Ausland bei der OEP gemeldet werden.
  • Die obligatorische Schweizer Grundversicherung muss innerhalb von 3 Monaten nach der Anmeldung abgeschlossen werden.
  • Bei der Wohnungssuche sollten Sie mit einer Kaution von 3 Monatsmieten, einem Schweizer Einkommensnachweis und Referenzen rechnen.
  • Die Lebenshaltungskosten in Bern werden vor allem durch Miete und Krankenversicherung bestimmt, weshalb bei einem Stellenangebot neben dem Nettolohn auch diese Kosten berücksichtigt werden sollten.

Häufige Fragen

Braucht man als ungarischer Staatsbürger für den Umzug nach Bern ein Visum?

Nein, laut Artikel ist für ungarische Staatsbürger aufgrund des FZA kein vorheriges Visum oder keine Arbeitserlaubnis erforderlich. Die Bewilligung kann nach der Ankunft bei der zuständigen lokalen Behörde beantragt werden.

Bis wann muss man sich nach der Ankunft in Bern anmelden?

Die Anmeldung bei der Einwohnergemeinde ist innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft חובה. Dafür werden in der Regel ein Reisepass oder Personalausweis, ein Wohnnachweis sowie ein Arbeitsvertrag oder ein Nachweis über den Lebensunterhalt benötigt.

Was ist der Unterschied zwischen der B-Bewilligung und der L-Bewilligung?

Die B-Bewilligung gilt für EU-Arbeitnehmende in der Regel 5 Jahre und kann verlängert werden. Die L-Bewilligung ist für kürzere Aufenthalte gedacht, gilt höchstens 364 Tage und ist nicht mit der B-Bewilligung gleichzusetzen.

Ist in der Schweiz eine Krankenversicherung חובה?

Ja, für alle in der Schweiz wohnhaften Personen ist die Grundversicherung obligatorisch. Die Krankenkasse muss innerhalb von 3 Monaten nach der Anmeldung gewählt werden, und die Versicherung gilt rückwirkend ab dem Tag der Anmeldung.

Wie hoch können die Lebenshaltungskosten in Bern sein?

Laut Artikel liegen die monatlichen Ausgaben einer alleinstehenden erwachsenen Person in Bern bei etwa 3 260–4 670 CHF. Darin enthalten sind Miete, Krankenversicherung, Lebensmittel, Verkehr, Telefon und sonstige Kosten.

Muss ein ungarisches Diplom in Bern anerkannt werden?

Bei reglementierten Berufen ja, etwa bei Ärztinnen und Ärzten, Zahnärztinnen und Zahnärzten, Apothekerinnen und Apothekern oder in bestimmten Ingenieurberufen. Das Verfahren kann mehrere Monate dauern, daher sollte es möglichst schon vor dem Umzug begonnen werden.

Welche Sprache braucht man für den Alltag in Bern?

Die Amtssprache ist Deutsch, und für die alltäglichen Behördengänge reicht in der Regel Standarddeutsch aus. Die Kenntnis des lokalen Dialekts erleichtert jedoch die soziale Integration erheblich.

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