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Wofür geben Schweizer Haushalte ihr Geld aus? Wohnkosten im Fokus

Die Schweizer Haushaltsdaten für 2023 zeigen die durchschnittlichen Einkommen, obligatorischen Ausgaben und Ersparnisse. Um die Wohnkostenbelastung richtig einzuordnen, müssen auch die Grenzen von Durchschnittswerten berücksichtigt werden.

Autor: Redaktion4 Min. Lesezeit
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Svájci háztartási költségvetés lakhatási és energiakiadásokkal, svájci frank érmékkel
A kép egy svájci háztartási költségvetés mindennapi tételeit mutatja: a lakhatási és energiakiadásokat, valamint a svájci frankban számolt pénzügyi terheket.

Das monatliche Bruttoeinkommen der Schweizer Haushalte betrug 2023 durchschnittlich rund 10 340 CHF. Davon entfielen durchschnittlich 3154 CHF auf obligatorische Ausgaben und 5049 CHF auf Konsumausgaben. Die Daten des Schweizerischen Bundesamts für Statistik (Bundesamt für Statistik, BFS) sind nationale Haushaltsdurchschnitte: Sie zeigen die Grössenordnung der Ausgaben, bilden jedoch nicht das Budget einer bestimmten Familie ab. Dies ist insbesondere bei den Wohnkosten relevant, da der Wohnort und das Haushaltseinkommen gemeinsam bestimmen, wie stark die Belastung ausfällt.

Durchschnittliches Brutto- und verfügbares Einkommen

Die Haushaltsbudgeterhebung des BFS, die Haushaltsbudgeterhebung (HABE), untersucht die Einnahmen und Ausgaben der Haushalte. Den Daten für 2023 zufolge betrug das durchschnittliche monatliche Bruttoeinkommen rund 10 340 CHF, während das durchschnittliche verfügbare Einkommen bei 7186 CHF lag. Das verfügbare Einkommen ist der Betrag, der nach Abzug der obligatorischen Ausgaben verbleibt. 73,6 % des Bruttoeinkommens stammten aus Erwerbseinkommen, 20,8 % aus Renten und Sozialleistungen. Quelle: BFS, Haushaltsdaten 2023.

Der Durchschnitt darf nicht als «übliches» Haushaltseinkommen verstanden werden: Bei 61 % der Haushalte lag das verfügbare Einkommen unter dem Landesdurchschnitt von 7186 CHF. Für eine Familie, die einen Umzug in die Schweiz plant, ist der Landesdurchschnitt daher höchstens ein Richtwert. Die voraussichtlichen eigenen Einnahmen und Ausgaben sollten gesondert gegenübergestellt werden. Quelle: BFS.

Obligatorische Abzüge und Konsumausgaben

Die obligatorischen Ausgaben beliefen sich 2023 durchschnittlich auf 3154 CHF pro Monat beziehungsweise 30,5 % des Bruttoeinkommens. Davon entsprachen die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung 6,7 % des Bruttoeinkommens. Die Steuerbelastung unterscheidet sich je nach Kanton und Gemeinde erheblich. Daher bleibt bei gleichem Bruttoeinkommen nicht an allen Wohnorten gleich viel für den Haushalt übrig. Quelle: BFS.

Die durchschnittlichen Konsumausgaben beliefen sich auf 5049 CHF pro Monat, was 48,8 % des Bruttoeinkommens entspricht. Die beiden Kategorien sollten getrennt betrachtet werden: Die obligatorischen Ausgaben werden bei der Berechnung des verfügbaren Einkommens berücksichtigt, während die Konsumausgaben zeigen, wofür die Haushalte ihr Geld ausgeben. Bei der Beurteilung des für die Wohnung verfügbaren Betrags reicht es daher nicht aus, vom Bruttolohn auszugehen. Quelle: BFS.

Wohnen und Energie: der grösste Posten der Konsumausgaben

Wohnen und Energie bilden den grössten Posten der Konsumausgaben. Das nationale Ausgabenmuster liefert dennoch keinen einheitlichen, auf jede Familie anwendbaren Rahmen für die Wohnkosten. Die Mieten unterscheiden sich je nach Kanton und Region erheblich; zudem beeinflusst das verfügbare Haushaltseinkommen, wie stark dieselben Wohnkosten ins Gewicht fallen.

Die HABE-Daten für 2023 können die späteren Auswirkungen der Mietzinsen nur teilweise widerspiegeln. Für 2025–2026 die Lage auf dem Wohnungsmarkt daher sollte man sie nicht so lesen, als wären ihre Kosten bereits vollständig in den Haushaltsdurchschnitten für 2023 enthalten. Die früheren Budgetdaten und die späteren Wohnungsmarktindikatoren beziehen sich auf unterschiedliche Zeiträume.

Mietbelastung, Wohnungsmangel und regionale Unterschiede

Das Bild vom Wohnungsmangel oder von den landesweiten Mietpreisen allein entscheidet nicht darüber, ob eine konkrete Mietwohnung bezahlbar ist. Ausschlaggebend sind gemeinsam die Kosten der ausgewählten Wohnung, der Wohnort und die finanzielle Situation des jeweiligen Haushalts. Prozentuale Faustregeln zur Mietbelastung ersetzen diese individuelle Abwägung nicht.

Die Belastung ist nicht gleichmässig verteilt. Eine weitere Veröffentlichung des BFS zufolge lebt in der unteren Mittelschicht jede zehnte Person in einem Haushalt, in dem die Wohnkosten mehr als 40 % des verfügbaren Einkommens ausmachen. Diese Kennzahl bezieht sich auf Wohnkosten, nicht ausschliesslich auf die Miete. Sie bedeutet nicht, dass 40 % für jeden Haushalt eine angemessene Grenze darstellen.

Ersparnisse und die Situation einkommensschwacher Haushalte

Die durchschnittliche monatliche Ersparnis betrug 2023 1736 Franken beziehungsweise 16,8 % des Bruttoeinkommens. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Mehrheit der Haushalte diesen Betrag zurücklegen konnte. Haushalte in der untersten Einkommensklasse mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von weniger als 4839 Franken wiesen häufig eine negative Ersparnis auf, gaben also mehr aus, als sie einnahmen. In dieser Gruppe sind 60 % der Haushalte Rentnerhaushalte. Quelle: BFS, Einkommen und Ersparnisse.

Für Haushalte, die in der Schweiz leben oder hierherziehen, ist die Statistik daher ein Ausgangspunkt und kein fertiges Budget. Die voraussichtlichen Wohnkosten müssen dem tatsächlich verfügbaren Einkommen gegenübergestellt werden; dabei sind auch die lokale Steuerbelastung und die übrigen regelmässigen Ausgaben zu berücksichtigen. Aus dem Landesdurchschnitt lassen sich weder die eigene Mietbelastung noch die voraussichtliche Ersparnis unmittelbar ableiten.

Quellen

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Kurz gesagt

Schweizer Haushalte verfügten 2023 durchschnittlich über ein monatliches Bruttoeinkommen von 10 340 CHF. Davon entfielen 3154 CHF auf obligatorische Ausgaben und 5049 CHF auf Konsumausgaben. Wohnen und Energie bildeten den grössten Posten der Konsumausgaben, doch die konkrete Belastung unterscheidet sich je nach Haushalt und Region.

Wichtige Punkte

  • Das durchschnittliche monatliche Bruttoeinkommen lag 2023 bei rund 10 340 CHF, das verfügbare Einkommen bei 7186 CHF.
  • Die obligatorischen Ausgaben beliefen sich durchschnittlich auf 3154 CHF, die Konsumausgaben auf 5049 CHF pro Monat.
  • Wohnen und Energie waren der grösste Posten der Konsumausgaben. Mieten und sonstige Belastungen unterscheiden sich jedoch je nach Kanton, Region und Einkommen.
  • In der unteren Mittelschicht lebte jede zehnte Person in einem Haushalt, in dem die Wohnkosten mehr als 40 % des verfügbaren Einkommens ausmachten.
  • Haushalte mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von weniger als 4839 CHF wiesen häufig eine negative Ersparnis auf. In dieser Gruppe waren 60 % der Haushalte Rentnerhaushalte.

Häufige Fragen

Wie hoch war das durchschnittliche monatliche Einkommen Schweizer Haushalte im Jahr 2023?

Das durchschnittliche monatliche Bruttoeinkommen lag bei rund 10 340 CHF, das durchschnittliche verfügbare Einkommen bei 7186 CHF.

Welchen Anteil am Bruttoeinkommen machten die obligatorischen Ausgaben aus?

Die obligatorischen Ausgaben beliefen sich durchschnittlich auf 3154 CHF pro Monat und damit auf 30,5 % des Bruttoeinkommens.

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